The Unz Review: An Alternative Media Selection
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Amerikanische Prawda: Holocaustleugnung
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Das Magazin Reason und Holocaustleugnung

Vor ein paar Jahren hörte ich von einem heftigen Streit im Netz, an dem der linksgerichtete Journalist Mark Ames und die Herausgeber des Magazins Reason, dem strahlenden Flagschiff der wachsenden libertären Bewegung Amerikas, beteiligt waren. Obwohl ich in meine schwierige Programmierarbeit vertieft war, obsiegte die Neugier und ich beschloß, mir die Sache mal anzuschauen.

Während der Einwanderungskriege der 90er Jahre hatte ich mich mit den Leuten von Reason angefreundet und besuchte öfters ihre Büros, besonders während meiner „English“-Kampagne von 1998, als ich mein eigenes politisches Hauptquartier in demselben kleinen Bürogebäude in Westside, LA hatte wie sie. Als mein Softwareprojekt, für das ich kontrovers diskutierte Texte digitalisierte und archivierte, am Anfang der 2000er Jahre mehr und mehr Zeit zu verschlingen begann, habe ich nach und nach den Kontakt zu ihnen verloren. Aber dennoch wurden die etwa 40 Jahrgänge ihres Magazins die erste Publikation, die ich in mein System aufgenommen hatte und ich war jetzt erfreut zu entdecken, daß beide Seiten des heftigen Streits mein System nutzten, um die alten R eason-Ausgaben zu erforschen.(1)

Anscheinend hatten sich die Libertären aus dem Umfeld des Reason Magazins erfolgreich in die enorm wohlhabende Technologieindustrie des Silicon Valley eingenistet und hatten jetzt eine große Konferenz organisiert, um ihre Unterstützer zusammen zu bringen. Ihre linksgerichteten Gegner beschlossen, das Projekt im Keim zu ersticken, indem sie einige unappetitliche ideologische Positionen an den Pranger stellten, die die Führer des libertären Mainstream früher regelmäßig vertreten hatten. Vielleicht lehnen Ron Paul und andere Libertäre Kriege in Übersee und Drogengesetze ab und unterstützen die Senkung von Steuern und die Verringerung von Vorschriften, aber sie und ihre Verbündeten in der Republikanischen Partei hatten zu allen möglichen anderen Fragen unsagbar gemeine Ansichten, so daß sich „Gutmenschen“ tunlichst fernhalten sollten.

Die Debatte begann eher banal mit einem Artikel von Ames mit dem Titel „Homophobia, Racism and the Kochs“(2), in dem Reason beschuldigt wurde, eine Plattform mit einer hochrangigen republikanischen Kongressabgeordneten mit christlich-konservativen Ansichten zu teilen. Auch das Vertrauen des Magazins in Kochs Finanzierung und angebliche Unterstützung des südafrikanischen Apartheitsregimes während der 70er und 80er Jahre wurde kritisiert. Die Antwort (3) des Herausgebers von Reason schien ziemlich überzeugend zu sein und er wies zu Recht die auf Schuld-durch-Assoziation basierenden Attacken zurück. Er beschrieb auch die groben Fehler und Auslassungen in den Anklagen in bezug auf Südafrika und machte Ames als notorisch fehleranfälligen „Verschwörungstheoretiker“ lächerlich. Sicherlich hätten nur wenige Außenstehende einer solch typischen Schlammschlacht zwischen ideologischen Gegnern Beachtung geschenkt.

Doch dann nahmen die Dinge eine deutliche Wendung, als eine Woche später Ames einen 5000-Wort-Artikel (4) mit einem Titel herausbrachte, der gewiß Aufmerksamkeit erzeugte: „Holocaustleugnung“. Er behauptete, daß es im Februar 1976 eine ganze Spezialausgabe von Reason zu diesem explosiven Thema gegeben hatte.

Sicherlich ist jeder im Internet über die Jahre zahlreichen Fällen von Holocaustleugnung begegnet, aber daß ein seriöses Magazin eine ganze Ausgabe der Förderung dieser Doktrin widmet, ist etwas ganz anderes.

Seit Jahrzehnten hat Hollywood den Holocaust geheiligt und eine Anschuldigung, den Holocaust zu leugnen, ist in unserer tief säkularen Gesellschaft ungefähr so, als würde man in Old Salem „Hexe“ rufen oder als wenn man eine Anklage wegen Trotzkismus vor das Gericht des Roten Zaren brächte. Sam Seders progressive Radiosendung Majority Report widmete den Anklagen gegen Reason eine volle halbe Stunde (5) und „Reason magazine“ + „Holocaust Denial“ zu googeln bringt tausende Treffer. Diese gewaltige Explosion der im Internet ausgetragenen Kontroversen war es, die damals meine Aufmerksamkeit erregt hat.

Erstmal reagierte ich verwirrt. Reason war die erste Zeitschrift, die ich vor über zehn Jahren in meinem System digitalisiert hatte, und gewiß wäre mir eine ganze Ausgabe aufgefallen, die Holocaustleugnung fördert. Ich stellte jedoch bald fest, daß ausgerechnet diese Ausgabe vom Februar 1976 in dem vermeintlich vollständigen Satz gefehlt hat, den das Magazin mir zur Bearbeitung geschickt hatte; eine Auslassung, die ernsthaft stutzig machte. Aber Ames hatte in irgendeiner wissenschaftlichen Bibliothek ein Exemplar aufgespürt, daraus eine pdf-Datei gemacht und diese bequem erreichbar ins Netz gestellt, um seine Anschuldigungen zu untermauern. (6)

Nachdem ich seinen Artikel sorgfältig gelesen und dann einen Blick auf die Texte geworfen hatte, kam ich zu dem Schluß, daß seine Anschuldigung technisch falsch, aber im wesentlichen wahr war. Offensichtlich war das eigentliche Thema der Ausgabe „Historischer Revisionismus“, und abgesehen von ein paar Absätzen, die hier und da auf den 76 Seiten vergraben waren, kam die Holocaustleugnung nie zur Sprache. Es war offensichtlich eine groteske Übertreibung, als Thema der Ausgabe Holocaustleugnung zu nennen. Auf der anderen Seite, obwohl mir nur wenige der Autoren vertraut waren, schien es unbestreitbar zu stimmen, daß sie zu den bekanntesten Holocaustleugnern Amerikas gehörten und die meisten von ihnen in enger Verbindung mit Organisationen standen, die sich in demselben Lager befanden. Darüber hinaus gab es deutliche Anzeichen dafür, daß ihre Positionen zu diesem Thema den Reason-Herausgebern, die ihre Aufsätze in Auftrag gegeben hatten, sicherlich bekannt gewesen sein müssen.

Am deutlichsten wird dies, wenn Ames die sehr deutlichen Aussagen von Dr. Gary North zitiert, einem prominenten libertären Denker, der als einer der frühesten Kongresshelfer von Ron Paul diente und später sein langjähriger Partner in Politik und Wirtschaft wurde:

Das wahrscheinlich seltsamste Material zum Revisionismus des Zweiten Weltkriegs waren die scheinbar endlosen wissenschaftlichen Studien über die angebliche Tötung von 6 Millionen Juden durch Hitler. Der anonyme Autor [Hoggan, RU ] von „The Myth of the Six Million“ hat eine solide Arbeit gegen die Lieblingshorrorstory des Establishments vorgelegt – die angebliche moralische Rechtfertigung für unseren Kriegseintritt…Die nicht übersetzten Bücher des ehemaligen Häftlings in Buchenwald Prof. Paul Rassinier haben die Geschichte ernsthaft in Frage gestellt…ein kürzlich erschienenes und sehr preiswertes Buch in Zeitschriftenform „Did Six Millions Really Die?“ [Starben wirklich 6 Millionen?] von Richard Harwood erschien 1973.

Eine spätere Ausgabe von Reason enthielt einen Brief von tausend Wörtern von Prof. Adam Reed von der Rockefeller Universität, einem früheren Mitarbeiter von Reason, der das gängige Holocaust-Narrativ nachdrücklich bekräftigte, indem er Standardwerke zitierte und Dr. North zur Rede stellte, warum er aus Werken von Holocaustleugnern zitiert, die von zweifelhafter Qualität sind. Aber North hielt an seinem Standpunkt fest:

Der zweite Punkt, der besagt, daß ungefähr 6 Millionen Juden tatsächlich in den Konzentrationslagern gestorben sind, bleibt offen, bis die Archive aus dieser Zeit vollständig vorliegen. Ich bin nicht überzeugt, es kann so oder anders gewesen sein. Ich bin froh, Dr. Reeds Interpretation der Daten zu haben, aber solange, wie die Verlage und die wissenschaftliche Gilde die erneute Überprüfung der Daten nicht fördern, werde ich weiterhin denen, die an revisionistischen Fragen interessiert sind, die Bücher „The Myth of the Six Millions“ und „Did Six Millions Really Die“ als vernünftige (wenn auch nicht unbedingt unwiderlegbare) Arbeiten zum historischen Revisionismus zur Lektüre empfehlen. Wenn sich jemand nicht entscheiden kann, sollte er mehr lesen.“

Dr. James J. Martin hatte am meisten zur Februarausgabe über den Revisionismus beigetragen, und in der vorangegangenen Januarausgabe hatten die Herausgeber ein ausführliches Interview mit ihm gebracht, in dem eine der Fragen das umstrittene Thema direkt ansprach:

REASON: Dr. Martin, glauben Sie nach Ihrem Studium der Angelegenheit erstens, daß die spezifische Anklage gegen die Nazis, ein Massenvernichtigungsprogramm mit mehreren Millionen Juden zu haben, wahr ist und zweitens, daß die Greueltaten der Alliierten genauso groß oder größer waren wie die der Deutschen?

MARTIN: Nun, ich habe noch nie alle Menschen gezählt, die ihr Leben im Krieg verloren haben – wir haben eine Menge statistisches Material gesehen, von dem einiges aus dünner Luft gegriffen zu sein scheint. Infolgedessen ist es schwierig, irgendwelche Einschätzungen abzugeben. Ob auf der einen Seite zehn mehr umgekommen sind oder auf der anderen, das ist für mich kein besonders spannendes Thema. Ob die Vorwürfe bewiesen werden können, bleibt abzuwarten. Ich glaube nicht, daß die Beweise für eine geplante Ausrottung der gesamten jüdischen Bevölkerung in Europa Bestand haben werden. Ich bin über die Jahre von den Arbeiten Paul Rassiniers beeinflußt worden und mit ihm wird man noch rechnen müssen. Seine Werke wurden lange Zeit ignoriert, aber früher oder später wird sich jemand ordentlich mit dem beschäftigen müssen, was er präsentiert hat. Ich denke, Rassiniers Anliegen ist insgesamt vernünftig und ich habe keine überzeugenden Beweise gesehen, die seine Anschuldigungen oder seine Behauptung umwerfen könnten, daß es kein geplantes Programm zur Ausrottung der europäischen Juden gegeben hat. Sein anderes Hauptthema ist, daß es keine Programme zur Ausrottung in Gaskammern gab. Die Tatsache, daß sehr viele Menschen ihr Leben verloren haben, ist unbestreitbar – daß die deutschen Konzentrationslager keine Kurheime waren ist wohlbekannt, aber sie scheinen weitaus kleiner und viel weniger tödlich als die russischen gewesen zu sein.

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Ein anderer, der Wichtiges zur Ausgabe beigetragen hat, war Dr. Austin J. App. Er hatte gerade drei Jahre zuvor ein kurzes Buch mit dem grellen Titel „The Six Million Swindle: Blackmailing the German People for Hard Marks with Fabricated Corpses“ [Der 6Millionen-Schwindel: Erpressung des deutschen Volkes für harte Mark mit erfundenen Leichen]

In einer Folgekolumne von Ames’ eigenem Herausgeber (7) wurden die verdutzten Reaktionen von verschiedenen Journalisten aufgelistet. Einer twitterte: „Ich hatte keine Ahnung, daß das Reason Magazin einst eine Heimstatt für Holocaustrevisionismus gewesen ist. Gute Güte.“ [Holy Moly] Trotz der wütenden Verschleierung (8) durch die heutigen Mitarbeiter von Reason scheint diese Beschreibung ganz richtig zu sein.

In der Tat, es scheint gewichtige Indizien dafür zu geben, daß sich die Skepsis bezüglich des Holocaust über die gesamte aufkommende libertäre Bewegung erstreckte. Abgesehen von der scharfen Kritik des oben erwähnten Prof. Reed schien die überwiegende Mehrheit der Leserreaktionen damals absolut positiv gewesen zu sein. Samuel Konkin III, der Herausgeber des New Libertarian Weekly und verschiedener ähnlicher Publikationen, wies darauf hin, daß die Februar-Ausgabe eine der besten gewesen ist, die sie jemals herausgebracht hatten. David Nolan, Gründer der Libertären Partei Amerikas, pries die Ausgabe als hervorragend [„outstanding“].

Die beiden Herausgeber der fraglichen Ausgabe sind auch heute noch ziemlich prominente Figuren bei Reason und in der amerikanischen libertären Bewegung, während das Impressum (9) damals Namen zeigt wie David Brudnoy und Alan Reynolds, die beide später zu einflußreichen Persönlichkeiten in der konservativen und libertären Politik wurden. Es scheint keine Hinweise auf Rücktritte oder wütende Vorwürfe nach Veröffentlichung der Ausgabe gegeben zu haben. Sie wurde scheinbar mit völliger Gelassenheit aufgenommen und hat weniger Wirbel hervorgerufen, als durch einen Disput über Finanzpolitik erzeugt worden wäre.

Ich habe den Holocaustdiskussionen über die Jahre nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, aber der Name von Murray Rothbard auf dem Impressum von Reason 1976 hat eine Erinnerung geweckt. Rothbard wird weithin als Begründer der modernen libertären Bewegung angesehen und ich erinnerte mich daran, in den 90er Jahren gelesen zu haben, daß er den Holocaust oft als völligen Unsinn lächerlich gemacht hat. Das schien mir ein typisches Beispiel für libertäre Exzentrik zu sein. Eine schnelle google-Suche schien meine Erinnerung (10) zu bestätigen, daß er ein bekennender Holocaustleugner war.

 

Obwohl die ganze Kontroverse um die redaktionelle Linie, die Reason in der Mitte der 70er Jahre verfolgte, bald nachließ, blieb in meinem Hinterkopf ein nagendes Rätsel. Ich stand der libertären Ideologie immer eher skeptisch gegenüber, aber meine Freunde von Reason in den 90er Jahren wirkten auf mich wie kluge und vernünftige Leute, und kaum wie phantasierende Verrückte. Außerdem waren zwei, die ich am besten kannte, die Mitherausgeber der fraglichen kontroversen Ausgabe des REASON.

Ich konnte leicht verstehen, wie eifrige libertäre Ideologen bei manchen Fragen die rationale Ebene verlassen – etwa, wenn sie argumentierten, daß die Polizei und die Armee als staatliche Institutionen abgeschafft werden sollten – aber die sachliche Frage, was den Juden Europas während des Zweiten Weltkriegs zugestoßen ist oder nicht, fiel jedoch kaum in diese Kategorie. Darüber hinaus hatte die libertäre Bewegung immer ein sehr großes jüdisches Kontingent angezogen, besonders in den oberen Rängen, und einer der Herausgeber dieser Ausgabe stammte aus diesem Hintergrund, ebenso wie Rothbard und zahlreiche andere, die im Impressum standen. Verrückter Anti-Semitismus ist gewiß nicht unmöglich unter Juden, aber ich würde doch denken, daß er weniger wahrscheinlich ist. Ganz klar: es muß etwas sehr Seltsames vor sich gegangen sein.

Ich hatte dann zuviel zu tun, um mich auf die Sache zu konzentrieren, aber ein paar Monate später hatte ich mehr Zeit und ich begann eine detaillierte Untersuchung. Als ersten Schritt habe ich die Artikel der Reason-Ausgabe sorgfältig gelesen, deren kontroverse Autoren mir bis dahin unbekannt gewesen waren. Obwohl die Aufsätze nichts mit dem Holocaust zu tun hatten, dachte ich mir, daß sie mich mit ihrer Denkweise vertraut machen könnten.

Zu meiner Überraschung schien die Geschichtsschreibung außergewöhnlich gut und mit ziemlicher Sicherheit genau zu sein, basierend auf dem, was ich im Laufe der Jahre aus den Quellen des Mainstreams aufgenommen hatte. Dr. Martins langer Artikel über die berüchtigte Behandlung [framing] der Tokyo-Rose (11) war wahrscheinlich das Beste und Umfassendste, was ich bis dahin zu diesem Thema gelesen hatte, und Dr. Apps Analyse der Tragödie der Sudetendeutschen (12) war ebenso stark und sprach einige Punkte an, die mir bis dahin nicht bekannt gewesen waren. Percy Greaves faßte viele der sehr verdächtigen Aspekte der Attacke auf Pearl Harbour zusammen (13), und obwohl seine Begründung für die Strafverfolgung gegen FDR [Roosevelt] sicherlich nicht wasserdicht war, stimmte sie doch mit den Ansichten überein, die von zahlreichen Gelehrten in anderen Büchern zu diesem Thema vertreten wurden. Darüber hinaus wurde seine Position von dem jungen Bruce Bartlett (14) unterstützt, später ein prominenter Beamter bei Reagan und Bush und noch später starker republikanischer Gegner von George W. Bush, routinemäßig gefeiert von der New York Times. Die meisten anderen Aufsätze schienen ebenso von hoher Qualität zu sein, einschließlich der Zusammenfassung von Dr. North über den Revisionismus des Zweiten Weltkriegs (15). Im allgemeinen übertraf das akademische Niveau dieser Artikel alles, was in einschlägigen Zeitschriften in den letzten Jahrzehnten zu lesen war, einschließlich Reason. Interessierte können auf die obigen links klicken, die betreffenden Artikel lesen und selbst entscheiden.[siehe Original]

Damals war Reason ein junges Magazin auf wackeligen Beinen, mit wenig Personal und bescheidenem Budget. Die Veröffentlichung von Artikeln von so offensichtlicher Qualität war sicherlich eine bemerkenswerte Leistung, auf die die Herausgeber mit Recht stolz sein konnten und das überwiegend positive Feedback schien absolut gerechtfertigt. Mittlerweile erschienen mir die fiesen Angriffe von Ames wie solche von einem politischen Schreiberling, der sich nicht mal die Mühe machte, die Artikel zu lesen, deren Autoren er verunglimpfte.

Ein weiteres Zeichen für Ames’ Unehrlichkeit war, daß er einige zwei Dutzend Male den Beinamen „Nazi“ in seine Denunzierarbeit einfließen ließ, zusammen auch noch mit dem zahlreichen Gebrauch von „anti-Semitic“, und Greaves war mit Sicherheit mit vielen dieser Beschimpfungen gemeint. Aber obwohl Greaves und Bartlett unmittelbar hintereinander Artikel über dasselbe Pearl Harbour Thema geschrieben haben – Wikipedia zufolge (16) war der erstere der akademische Berater des letzteren zu diesem Thema – erscheint Bartletts Name nirgendwo in Ames’ Streitschrift, vermutlich, weil sich die Denunzierung eines von der New York Times geliebten Politikexperten als „anti-Semitic Neo-Nazi“ als selbstzerstörerisch erweisen könnte. Selbst wenn man das beiseite läßt: Die jüdischen Libertären von Reason als Nazipropagandisten anzuklagen ist sicherlich eine Anklage, die sogar die Leichtgläubigkeit des Leichtgläubigsten überstrapaziert.

Deborah Lipstadt und Holocaustleugnung

Da Ames’ Glaubwürdigkeit geradezu geschreddert war, entschloß ich mich, seinen Artikel noch einmal sorgfältig durchzulesen und nach Hinweisen zu suchen, die die gesamte bizarre Situation erklären könnten. Akademiker, die zu bestimmten Themen sehr gute Geschichtsschreibung publizieren, können trotzdem bei anderen Themen völlig irrationale Ansichten haben, aber normalerweise sollte man doch das Gegenteil annehmen.

Offenbar stammte eine großer Teil von Ames Auffassung zum Thema von einer gewissen Deborah Lipstadt, die er als große Holocaust-Expertin bezeichnete. Ihr Name war mir sehr vage bekannt als eine Art akademische Aktivistin, die vor Jahren einen wichtigen juristischen Sieg über einen rechtsgerichteten britischen Historiker namens David Irving errungen hatte, und dieser Irving war in dem Artikel von Ames auch beschimpft worden.

Ein Name ragte jedoch heraus. Ames beschrieb Harry Elmer Barnes als den „Paten der amerikanischen Holocaustleugnungsliteratur“ und als Martins „Holocaustleugnungsguru“. Das hatte er offenbar bei Lipstadt gelesen.

Ein Dutzend Jahre zuvor hätte mir der Name Barnes fast nichts gesagt. Aber da ich mein System zur Archivierung von Texten produzierte und so viele der einflußreichsten amerikanischen Publikationen digitalisierte, stellte ich bald fest, daß viele unserer berühmtesten Intellektuellen – Linke, Rechte und Mitte – in kurzer Zeit ungefähr um 1940 (17) wie weggewischt waren. Ihre Werke „verschwanden“, weil sie hartnäckig gegen die äußerst aggressive Außenpolitik Roosevelts opponierten und Barnes, ein bedeutender Historiker und Soziologe, war einer der prominentesten unter ihnen. Er war einer der ersten Herausgeber bei „Foreign Affairs“ gewesen und für viele Jahre danach schmückten seine wichtigen Aufsätze die Seiten von „The New Republik“ und „The Nation“, und sogar, nachdem er in Ungnade gefallen war, hatte er „Perpetual War for Perpetual Peace“ (18) herausgegeben, eine wichtige Sammlung von Aufsätzen von ihm selbst und anderen einst prominenten Persönlichkeiten. Eine Persönlichkeit von dieser intellektuellen Statur als Holocaustleugner anzuklagen, ja sogar als „Pate“ der gesamten Bewegung, das kam mir ziemlich bizarr vor.

Da Ames nur ein ignoranter politischer Schreiberling war, der die Meinungen anderer vertrat, wandte ich mich direkt an Lipstadt, seiner Hauptquelle. Jeder, der viel Zeit in den Kommentarspalten von einigermaßen ungefilterten websites verbracht hat, ist sicherlich auf das umstrittene Thema Holocaustleugnung gestoßen. Aber ich hatte mich entschlossen, das Problem ernsthafter zu untersuchen. Ein paar Klicks auf der Amazon-Website, und ihr 1993 erschienenes Buch „Denying the Holocaust“ landete ein paar Tage später in meinem Briefkasten und ermöglichten mir den Eintritt in eine mysteriöse Welt.

Das Buch war eine gewaltige Offenbarung für mich. Lipstadt ist Professorin für Holocauststudien an der Emory Universität im Fachbereich Theologie. Als ich den ersten Absatz des ersten Kapitels las, entschied ich, daß ihr akademisches Spezialgebiet mit Sicherheit als „Holocaust-Theologie“ bezeichnet werden könnte.

Die Produzentin war ungläubig. Es fiel ihr schwer zu glauben, daß ich eine Gelegenheit ausließ, in ihrer landesweit ausgestrahlten Sendung aufzutreten. „Aber Sie schreiben doch gerade ein Buch zu diesem Thema. Das ist eine Riesen-Publicity.“ Ich erklärte zum wiederholten Mal, daß ich nicht an einer Debatte mit einem Holocaustleugner teilnehmen werde. Die Existenz des Holocaust ist nicht umstritten. Ich würde diese Leute analysieren und deutlich machen, was sie zu tun versuchen, aber ich würde mich nicht mit ihnen sehen lassen. Sie wollte mein Nein nicht als endgültig akzeptieren und verurteilte nachdrücklich die Holocaustleugnung und alles, was damit zusammen hing. Dann, in einem letzten Versuch, mich umzustimmen, stellte sie mir die Frage: „Ich stimme sicherlich mit denen nicht überein, aber meinen Sie nicht, unsere Zuschauer sollten die andere Seite hören?“

Lipstadts absoluter Horror, daß jemand die Grundsätze ihrer akademischen Lehre bestreitet, hätte nicht offensichtlicher sein können. Kein pflichteifriger Theologe des europäischen Mittelalters [European Dark Age] hätte anders reagiert.

Das zweite Kapitel ihres Buches untermauerte diesen Eindruck. Da viele der Personen, die sie als Holocaustleugner geißelt, auch die revisionistische Sicht auf die Ursachen des Ersten wie des Zweiten Weltkriegs unterstützten, griff sie diese Schulen hart an, aber auf eine ziemlich seltsame Art und Weise. In den vergangenen Jahren haben der Blogger Steve Sailor und andere (19) sich über einen Debattierstil lustig gemacht, den sie „point and sputter“ [drauf deuten und bespritzen?] nennen. Darin wird eine „politisch inkorrekte“ Meinung lediglich beschrieben und dann automatisch als selbstverständlich falsch behandelt, ohne jegliches begleitende Bedürfnis, die Aussagen tatsächlich zu widerlegen. Das schien der Ansatz zu sein, den Lipstadt in ihrem ziemlich kurzen Buch durchgängig verfolgte.

Zum Beispiel lieferte sie eine sehr lange Liste von führenden amerikanischen Gelehrten, prominenten Politikern und einflußreichen Journalisten, sich sich für die revisionistische Sache eingesetzt hatten und stellte fest, daß deren Ansichten nicht mit der Perspektive des Mainstreams übereinstimmen, die sie wahrscheinlich in ihren History 101 Textbooks gelesen und sich zu eigen gemacht hatte. Damit betrachtete sie die in der Liste aufgeführten Personen als entlarvt und erledigt. Sicherlich könnte ein christlicher Prediger, der versucht, die Evolutionstheorien von E.O. Wilson von der Harvard Universität zu widerlegen, ähnlich vorgehen, indem er eine Bibelstelle zitiert. Aber nur wenige evangelikale Aktivisten wären so närrisch, eine sehr lange Liste herausragender Wissenschaftler zu erstellen, die alle dieselbe darwinistische Position einnehmen und dann zu versuchen, sie alle mit einem einzigen Vers aus der Genesis hinwegzufegen. Lipstadt scheint an die Geschichtswissenschaft heranzugehen wie einer, der ständig mit Bibelsprüchen um sich wirft [like a bibel-thumper], aber ein besonders düsterer. Außerdem waren mir viele der Autoren, die sie angegriffen hatte, aus meinem Jahrzehnt Archivierungsarbeit bekannt und ich hatte ihre zahlreichen Bücher recht wissenschaftlich und überzeugend gefunden.

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Insbesondere Barnes spielte in Lipstadts Kapitel und in ihrem ganzen Buch eine herausgehobene Rolle. Der Index listete seinen Namen mit mehr als zwei Dutzend Seiten auf und er wird immer wieder als der „Pate“ der Holocaustleugnung mit einem wegweisenden Einfluß beschrieben. Angesichts dieser umfangreichen Beschäftigung mit Barnes habe ich alle diese Referenzen und die dazugehörigen Fußnoten eifrig geprüft, um die schockierenden Aussagen aufzudecken, die er in seiner sehr langen wissenschaftlichen Laufbahn gemacht haben muß.

Ich war ziemlich enttäuscht. Ich konnte keinen einzigen Hinweis auf seine angebliche Holocaustleugnung finden bis auf einen aus dem letzten Jahr vor seinem Tod und selbst dieser war wenig überzeugend. In einem Artikel von 9300 Wörtern für eine libertäre Publikation über Revisionismus macht er sich über eine führende Holocaust-Quelle lustig, die behauptete, Hitler habe 25 Millionen Juden getötet und notierte dazu, daß das zu dieser Zeit ungefähr das Doppelte der jüdischen Weltbevölkerung gewesen ist. Darüber hinaus verwendete Barnes das Wort „angeblich“ auf den nationalsozialistischen Vernichtungsplan, eine sakrilegische Haltung, die eine Theologin wie Lipstadt entsetzt zu haben scheint. Schließlich, in einer kurzen, posthum veröffentlichten Rezension eines Buches des französischen Gelehrten Paul Rassinier bezeichnete er dessen Schätzung von 1 Million bis 1,5 Millionen jüdischer Todesfälle als ziemlich überzeugend, doch sein Tonfall ließ darauf schließen, das er die Angelegenheit zuvor nie selbst untersucht hatte.

Obwohl dieser letzte Punkt Lipstadts Vorwurf, Barnes sei ein Holocaustleugner, technisch bestätigt, erhöht ihre beweisfrei aufgestellte Behauptung, er sei der Gründer und Anführer der Bewegung, kaum ihre wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. In der Zwischenzeit haben mir all die vielen zehntausend Wörter, die ich von Barnes gelesen habe, gezeigt, daß er ein vorsichtiger und leidenschaftsloser Historiker gewesen ist.

Ein berüchtigter Vorfall, der sich kurz nach der bolschewistischen Revolution ereignete, kam mir in den Sinn. Der berühmte Philologe Timofey Florinsky, einer der international renommiertesten Wissenschaftler Rußlands, war für die öffentliche Befragung seiner Ansichten vor ein revolutionäres Tribunal gestellt worden. Einer der Richter, eine betrunkene jüdische ehemalige Prostituierte, fand seine Antworten so irritierend, daß sie ihren Revolver zog und ihn an Ort und Stelle erschoß. Angesichts des deutlich erkennbaren emotionalen Zustands von Lipstadt habe ich den starken Verdacht, daß sie gar zu gerne mit Barnes und den vielen anderen Gelehrten, die sie anprangerte, auf ähnliche Weise umgegangen wäre. Mit Entsetzen stellte sie unter anderem fest, daß mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Entfernung aus dem öffentlichen Leben im Jahr 1940 Barnes’ Bücher in Harvard und Columbia noch immer gelesen werden mußten.

 

Wir alle unterscheiden vernünftigerweise zwischen dem, was wir wissen oder leicht belegen können und dem, was schwieriger zu überprüfen ist und die restlichen Kapitel von Lipstadts Buch ließen mich sehr an der Zuverlässigkeit ihrer Arbeit zweifeln, die durchgängig in einem ähnlichen, fast hysterischen Stil geschrieben war. Da sie mir bereits vage bekannt war durch ihren breit publizierten Rechtsstreit gegen den Historiker David Irving vor mehr als einem Dutzend Jahren, war ich kaum erstaunt, daß viele Seiten sich der Verunglimpfung und Beleidigung Irvings widmeten. Das ganz in dem Stil wie bei Barnes. Also beschloß ich, diesen Fall zu untersuchen.

Ich war nur wenig überrascht, als ich feststellte, daß Irving einer der weltweit erfolgreichsten Historiker des Zweiten Weltkriegs gewesen ist (20), dessen bemerkenswerte dokumentarischen Befunde in seinen millionenfach verkauften Büchern unser Wissen über diesen Konflikt und seine Ursprünge völlig auf den Kopf gestellt haben. Seine Herangehensweise an kontroverse historische Fragen bestand wesentlich darin, sich so weit wie möglich auf harte dokumentarische Beweise zu stützen. Daß er nicht in der Lage gewesen war, solche harten Beweise zu finden, die sich auf den Holocaust beziehen, trieb Lipstadt und die sie unterstützenden ethnischen Aktivisten derart in Rage, daß sie es nach vielen Jahren der Anstrengung schafften, seine Karriere zu ruinieren. Aus Neugierde las ich ein paar seiner kürzeren Bücher, die hervorragende Geschichtsschreibung zu sein schienen, verfaßt in einem sehr maßvollen Ton. Ganz anders als der Ton von Lipstadt, deren eigener Bericht aus 2005 über ihren juristischen Triumph über Irving, History on Trial, meine Ansicht über ihre Inkompetenz lediglich bestätigte.

Lipstadts erstes Buch, Beyond Belief, das 1986 veröffentlicht wurde, erzählt ebenfalls eine sehr interessante Geschichte. Der beschreibende Untertitel lautet: „The American Press and the Coming of the Holocaust 1933-1945“ [„Die amerikanische Presse und der sich anbahnende Holocaust 1933 – 1945“]. Ein Großteil des Buches besteht aus Presseausschnitten der amerikanischen Printmedien dieser Zeit, durchsetzt mit ihren ziemlich hysterischen Kommentaren, die aber wenig Analyse nebst Bewertung bieten. Einige der Journalisten berichteten von entsetzlichen Bedingungen für Juden im Vorkriegsdeutschland und andere behaupteten, solche Geschichten seien wilde Übertreibung, und Lipstadt lobte automatisch die ersteren und beschimpfte die letzteren, ohne eine ernsthafte Erklärung zu liefern.

Lenni Brenners bemerkenswertes Buch „Zionism in the Age of Dictators“ (21) war drei Jahre zuvor veröffentlicht worden. Obwohl ich es erst kürzlich entdeckt habe, hätte es sicherlich jeder halbwegs kompetente Spezialist auf ihrem Gebiet bemerkt, aber Lipstadt gab keinen Hinweis auf dieses Buch. Vielleicht hätte die Tatsache der wichtigen Nazi-Zionistischen Wirtschaftspartnerschaft der 30er Jahre, als Nazibeamte als geehrte zionistische Gäste nach Palästina reisten und führende Nazizeitungen das zionistische Unternehmen priesen, ihre simple Geschichte vom fanatischen deutschen, sich unter Hitler bis zur Ausrottung steigernden Haß auf Juden, allzusehr verkompliziert. Ihre Berufung an eine theologische Fakultät scheint sehr passend.

Lipstadts Behandlung der Kriegszeit ist ebenso schlecht, vielleicht schlechter. Sie zeigt vielleicht ein paar hundert Zeitungsmeldungen, die alle Massaker an Hunderttausenden oder sogar Millionen von Juden durch die Nazis beschreiben. Sie ist jedoch empört darüber, daß so viele dieser Berichte tief in den Innenseiten der Zeitungen vergraben waren, was darauf hindeutet, daß sie als hysterische Kriegspropaganda wahrgenommen wurden und als fiktiv galten. Was sogar manchmal von den Herausgebern ausdrücklich eingeräumt wurde. Tatsächlich gehörten zu diesen ungenügend herausgehobenen Berichten die Behauptung, daß die Deutschen 1,5 Millionen Juden getötet hätten, indem sie jedem einzelnen eine Giftspritze ins Herz injiziert hätten. Obwohl ich es nirgends erwähnt finde, war es um diese Zeit, als Amerikas Judenführer Rabbi Steven Wise den absurden Bericht kolportierte, daß die Nazis Millionen von Juden geschlachtet hatten und aus ihrer Haut Lampenschirme und aus ihren Körpern Seife gemacht hätten. Offensichtlich ist es bei weitem nicht so einfach, in einem Getöse aus Kriegspropaganda Wahrheit von Lüge zu trennen, wie Lipstadt anzunehmen scheint.

Die normalen Amerikaner waren anscheinend etwas skeptischer als die Herausgeber der Zeitungen. Folgen wir Lipstadt:

[Arthur] Koestler zitierte in einem Artikel des Sunday New York Times Magazine Meinungsumfragen in den Vereinigten Staaten, in denen neun von zehn Durchschnittsamerikanern die Anschuldigungen gegen die Nazis als Propagandalügen zurückwiesen und rundweg feststellten, daß sie kein Wort davon glaubten.“

Lipstadt zeigt auf überzeugende Weise, daß nur sehr wenige Amerikaner an die Realität des Holocausts im Zweiten Weltkrieg geglaubt haben, trotz erheblicher Bemühungen von aufgeregten jüdischen Aktivisten, sie zu überzeugen. Im Laufe der Jahre habe ich Hinweise auf zahlreiche andere Bücher gefunden, die denselben Grundgedanken ausdrückten und deswegen die damaligen amerikanischen politischen Führer tief verdammten, weil sie es versäumt hatten, „die Juden zu retten“.

Explizite und implizite Holocaustleugnung nach dem Zweiten Weltkrieg

Doch als ich begann, die Geschichte der Holocaustleugnung im Zuge der Auseinandersetzung im Reason-Magazin näher zu untersuchen, entdeckte ich zu meiner großen Überraschung, daß das gleiche Muster des weitverbreiteten Unglaubens an den Holocaust nach Kriegsende unvermindert weitergegangen war und während der fünfziger Jahre besonders bei hochrangigen amerikanischen Militärs, vor allem bei Spitzengenerälen und bei Leuten mit Geheimdiensthintergrund, besonders stark ausgeprägt war. Also Leute, die es am besten wissen müßten, wie es wirklich gewesen ist.

Vor einigen Jahren stieß ich auf ein total obskures Buch aus 1951 mit dem Titel Iron Curtain Over America von John Beaty, einem angesehenen Universitätsprofessor. Beaty hatte seine Kriegsjahre im militärischen Nachrichtendienst verbracht und hatte den Auftrag, die täglichen Unterweisungsberichte zu erstellen, die an alle führenden Beamten verteilt wurden und die die verfügbaren geheimdienstlichen Informationen aus den letzten 24 Stunden zusammenfaßten. Dies war offensichtlich eine Position mit erheblicher Verantwortung.

Als eifriger Antikommunist betrachtete er einen Großteil der jüdischen Bevölkerung als tief in subversive Aktivitäten verwickelt, was er für eine ernsthafte Bedrohung der traditionellen amerikanischen Freiheiten hielt. Besonders der wachsende jüdische Würgegriff über das Verlagswesen und die Medien machte es zunehmend schwieriger, daß abweichende Meinungen das amerikanische Volk erreichten. Dieses Zensurregime war der „Eiserne Vorhang“, den er in seinem Buch Iron Curtain Over America beschrieb. Er machte die jüdischen Interessen für den völlig unnötigen Krieg mit Hitlers Deutschland, das eine lange Zeit gute Beziehungen gesucht hatte, stattdessen aber wegen seiner kraftvollen Opposition gegen die von Juden unterstützte kommunistische Bedrohung völlig zerstört worden war.

Beaty prangerte auch scharf die amerikanische Unterstützung für den neuen Staat Israel an, die uns möglicherweise das Wohlwollen so vieler Millionen Moslems und Araber kostet. Und als kleine Randnote kritisierte er auch die Israelis dafür, daß sie fortwährend behaupteten, Hitler hätte sechs Millionen Juden getötet. Eine höchst unplausible Anschuldigung, die in der Realität keine offensichtliche Grundlage hatte und nur ein von Juden und Kommunisten ausgeheckter Betrug zu sein schien, unsere Beziehungen zu Deutschland nach dem Krieg zu vergiften und um dem leidgeplagten deutschen Volk Geld für den jüdischen Staat aus der Tasche zu ziehen.

Er schrieb in scharfen Worten gegen die Nürnberger Prozesse, die er als „großen, unauslöschlichen Fleck“ auf Amerika und als „Zerrbild der Justiz“ bezeichnete. Ihm zufolge wurde das Verfahren von rachsüchtigen deutschen Juden dominiert, von denen viele an der Fälschung von Zeugenaussagen beteiligt waren oder sogar kriminellen Hintergrund hatten. Im Ergebnis hat dieses üble Foulspiel die Deutschen lediglich gelehrt, daß „unsere Regierung keinen Sinn für Gerechtigkeit“ hat. Senator Robert Taft, der republikanische Führer in der unmittelbaren Nachkriegszeit, hatte eine sehr ähnliche Position, die ihm später ein Lob von John F. Kennedy in dessen Buch „Profiles in Courage“ einbrachte. Die Tatsache, daß der sowjetische Chefankläger in Nürnberg in den berüchtigten stalinistischen Schauprozessen der späten dreißiger Jahre, in denen zahlreiche alte Bolschewiki allerlei absurde und lächerliche Dinge gestanden hatten, dieselbe Rolle gespielt hatte, erhöhte die Glaubwürdigkeit des Verfahrens für viele außenstehende Beobachter kaum.

Damals wie heute hatte ein Buch mit solch kontroversen Positionen kaum eine Chance, einen Mainstream-Verleger in New York zu finden. Es wurde jedoch bald von einem kleinen Betrieb in Dallas herausgebracht, wurde enorm erfolgreich und hatte in den nächsten Jahren gut siebzehn Auflagen. Laut Scott McConnell, dem Gründer von „The American Conservative“, wurde das Buch von Beaty der zweitbeliebteste konservative Text der 50er Jahre nach Russel Kirks legendärem Klassiker „The Conservative Mind“.

Außerdem, obwohl jüdische Gruppen, einschließlich der AntiDefamationLeague, das Buch besonders in ihrer privaten Lobbyarbeit scharf verdammten, lösten diese Bemühungen eine Gegenreaktion aus. Zahlreiche hochrangige amerikanische Generäle, sowohl im Dienst wie auch im Ruhestand, lobten das Buch von ganzem Herzen und beschuldigten die ADL der Zensur und empfahlen es ihren Landsleuten dringend zur Lektüre. Obwohl Beatys recht ausdrückliche Holocaustleugnung zarte moderne Gefühle schockieren könnte, schien sie zu dieser Zeit kaum Anlaß zur Sorge zu geben und wurde selbst von den kritischen jüdischen Stimmen zu seinem Werk fast vollständig ignoriert.

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Vieles von dieser hochinteressanten Geschichte wird von Joseph Bendersky, einem Experten für Holocauststudien, erzählt, der seinem im Jahr 2000 erschienenen Buch The „Jewish Threat“ zehn Jahre Archivarbeit gewidmet hat. Sein Werk dokumentiert den extrem weit verbreiteten Antisemitismus in der US-Armee und im Militärgeheimdienst, wobei Juden allgemein als ein ernstes Sicherheitsrisiko gesehen wurden. Das Buch umfaßt weit über fünfhundert Seiten, aber als ich den Index durchgesehen habe, fand ich weder die Rosenbergs noch Harry Dexter White noch einen der zahlreichen anderen jüdischen Spione erwähnt, die durch das Venona-Entschlüsselungsprojekt aufgedeckt wurden, und der Begriff „Venona“ selbst fehlte ebenfalls im Index. Berichte über die überwiegend jüdische Führung der russischen Bolschewiki werden größtenteils als Bigotterie und Paranoia abgetan, ebenso wie Beschreibungen der ähnlichen ethnischen Schieflage in Amerikas eigener kommunistischen Partei. Eine ähnliche Behandlung erfährt auch die starke finanzielle Unterstützung der Bolschwiki durch jüdische internationale Banker. An einer Stelle weist er die Verbindung zwischen Juden und Kommunismus in Deutschland zurück, in dem er feststellt, daß „weniger als die Hälfte“ der kommunistischen Parteiführung Juden waren; aber da weniger als ein Prozent der Deutschen einen solchen erhnischen Hintergrund hatten, waren Juden unter den kommunistischen Führern offensichtlich zu 5000 Prozent überrepräsentiert. Das scheint für die Art von Unehrlichkeit und Rechenschwäche [innumeracy] typisch zu sein, die ich unter jüdischen Holocaust-Experten regelmäßig erlebt habe.

In der Zwischenzeit, da die Urheberrechte schon lange abgelaufen sind, bin ich erfreut, Beatys Werk zu meiner Auswahl an kontroversen HTML-Bücher hinzufügen zu können, sodaß Interessierte es lesen und selbst entscheiden können.

[KASTEN im Original, S.11: HTML-BUCH The Iron Curtain over America (22) von John Beaty zum Download]

 

Beatys sehr knappe Diskussion in 1951 war der erste Fall von expliziter Holocaustleugnung, den ich finden konnte, aber die unmittelbaren Nachkriegsjahre scheinen voll von dem gewesen zu sein, was man „implizite Holocaustleugnung“ nennen könnte, insbesondere in den höchsten politischen Kreisen.

Über die Jahre haben Holocaustforscher und -aktivisten sehr zu Recht die absolut beispiellose Natur der historischen Ereignisse betont, die sie untersucht haben. Sie beschreiben, wie ungefähr sechs Millionen unschuldiger jüdischer Zivilisten von einer der am höchsten kultivierten Nationen Europas planvoll ausgerottet wurden, meist in Gaskammern. Sie heben hervor, daß diesem monströsen Projekt häufig eine höhere Priorität eingeräumt wurde, als Deutschlands eigenen militärischen Erfordernissen, während das Land verzweifelt um sein Überleben kämpfte. Darüber hinaus unternahmen die Deutschen gewaltige Anstrengungen, um alle möglichen Spuren ihrer grauenhaften Taten zu beseitigen. Dabei brachten sie gewaltige Mittel auf, um alle die Millionen Körper zu verbrennen und ihre Asche zu zerstreuen. Dieselbe Technik der Spurenvernichtung wurde sogar manchmal bei älteren Massengräbern angewandt, die lange nach der eigentlichen Beerdigung nochmal aufgegraben wurden, sodaß die die verwesenden Körper nachträglich eingeäschert werden konnten und alle Beweise beseitigt waren. Und obwohl die Deutschen für ihre extreme bürokratische Präzision berüchtigt sind, wurde dieses gewaltige Kriegsprojekt offenbar ins Werk gesetzt, ohne die Verwendung eines einzigen geschriebenen Dokuments, oder zumindest wurde nie ein solches Dokument aufgespürt.

Lipstadt hat ihrem ersten Buch den Titel Beyond Belief gegeben und ich denke, wir können uns alle einig sein, daß dieses historische Ereignis, das sie und so viele andere in der Wissenschaft und in Hollywood zum Mittelpunkt ihres Lebens und ihrer Karriere gemacht hatten, mit Sicherheit eines der bemerkenswertesten Ereignisse in der gesamten menschlichen Geschichte ist. In der Tat wäre vielleicht nur eine Marsinvasion einer historischen Untersuchung mehr wert gewesen, aber Orson Welles berühmtes Hörspiel War of the World, das 1938 so viele Millionen Amerikaner erschreckt hat, erwies sich als Scherz und nicht als real.

Die sechs Millionen Juden, die im Holocaust ums Leben kamen, bedeuten mit Sicherheit einen erheblichen Teil aller Kriegsopfer im europäischen Theater. Hundert Mal so viele wie alle Briten, die im Blitz ihr Leben ließen und Dutzende Mal so viele wie alle Amerikaner, die im Krieg gefallen sind. Darüber hinaus hätte das schier Monströse des Verbrechens an unschuldigen Zivilisten sicherlich die bestmögliche Rechtfertigung für die alliierten Kriegsanstrengungen geliefert. Aber nach dem Krieg scheinen die führenden politischen Protagonisten in dieser Angelegenheit viele, viele Jahre lang von einer ganz ganz merkwürdigen Art von Amnesie erfaßt gewesen zu sein.

Robert Faurisson, ein französischer Professor und prominenter Holocaustleugner in den 70er Jahren, machte bezüglich der Memoiren von Eisenhower, Churchill und De Gaulle eine extrem interessante Beobachtung:

Drei der bekanntesten Arbeiten über den Zweiten Weltkrieg sind General Eisenhowers Crusade in Europe, Winston Churchills The Second World War, und die Memoires de guerre von General de Gaulle. In diesen drei Arbeiten ist nicht eine einzige Erwähnung der Nazi-Gaskammern zu finden.

Eisenhowers Crusade in Europe ist ein Buch von 559 Seiten; die sechs Bände von Churchills Second World War haben insgesamt 4448 Seiten; und De Gaulles dreibändiges Memoires de guerre hat 2054 Seiten. In dieser Menge Geschriebenem, insgesamt 7061 Seiten (Vorworte u.ä. nicht mitgezählt), veröffentlicht zwischen 1948 und 1959, findet man keine Erwähnung weder von Nazi-Gaskammern, noch von einem „Völkermord“ an den Juden, noch von „sechs Millionen“ jüdischen Kriegsopfern.“

Angesichts der Tatsache, daß der Holocaust vernünftigerweise als singuläre Episode im Zweiten Weltkrieg angesehen wird, müssen uns solche auffälligen Auslassungen fast zwingen, Eisenhower, Churchill und De Gaulle zu den „impliziten Holocaustleugnern“ zu zählen.

 

Viele andere scheinen in dieselbe Kategorie zu fallen. 1981 hat Lucy S. Dawidowicz, eine führende Holocaustforscherin, ein kleines Buch mit dem Titel The Holocaust and the Historians veröffentlicht, in welchem sie sehr viele bekannte Historiker beschimpft, daß sie die Realität des Holocausts nach dem Zweiten Weltkrieg so viele Jahre lang so vollständig ignoriert hatten. In der Tat, Diskussionen über dieses Thema blieben weitestgehend auf Programme für Jüdische Studien beschränkt, die jüdische ethnische Aktivisten im ganzen Land an zahlreichen Universitäten neu aufgebaut hatten. Obwohl mich Lipstadts armselige wissenschaftliche Gewohnheiten und ihr hysterischer Stil kaum beeindruckten, scheint sie zu den erfolgreichsten Akademikern zu gehören, die ihre Karriere in diesen ethnologischen Fachbereichen begonnen haben. Das läßt vermuten, daß die durchschnittliche Qualität dort noch weit unter ihrer eigenen lag.

Indessen betont Dawidowicz, daß die Mainstream-Geschichtsschreibung den Holocaust in ihren Veröffentlichungen oftmals gänzlich unterschlägt:

Schon aus der flüchtigsten Durchsicht von Lehrbüchern und wissenschaftlichen Werken englischer und amerikanischen Historiker geht klar hervor, daß die ehrfurchtgebietenden Geschehnisse des Holocaust nicht gebührend in der historischen Betrachtung gewürdigt worden sind. Zwei Jahrzehnte lang wurde das Thema in Lehrtexten für weiterführende Schulen und Universitäten überhaupt nicht erwähnt, und wenn, dann wurde es so kurz oder vage behandelt, daß nicht genügend Informationen über die Ereignisse selbst oder ihre historische Bedeutung vermittelt wurden.

Mit Bezug auf ernsthafte Wissenschaftlichkeit stellte sie fest, daß Friedrich Meinecke, der allgemein als Deutschlands bedeutendster Historiker anerkannt ist, in seinem 1946 erschienenen Buch „Die deutsche Katastrophe“ Hitler scharf als Führer einer „kriminellen Bande“ angeprangert hat. Aber den Holocaust, der ja sicherlich den verbrecherischen Höhepunkt dargestellt hätte, den hat er mit absolut keinem Wort erwähnt. Wichtige britische Berichte über Hitler und den Zweiten Weltkrieg von führenden Historikern wie A.J.P. Taylor, H.R. Trevor-Roper und Alan Bullock schwiegen fast ebenso. Eine ähnliche Situation gab es noch im Jahre 1972 in Amerika, als die gewaltige, 1237 Seiten starke „Columbia History of the World“ erschien. Sie hatte einen jüdischen Mitherausgeber und widmete dem zweiten Weltkrieg ein ganzes Kapitel, beschränkte jedoch die Diskussion über den Holocaust auf nur zwei kurze und irgendwie zweideutige Sätze. Man kriegt beinahe das Gefühl, daß viele dieser erfahrenen hauptberuflichen Historiker die Diskussion über den Holocaust mit erheblicher Verlegenheit behandelten, als ein Thema, daß sie zu vermeiden oder zumindestens möglichst zu minimieren versuchten.

Dawidowicz geißelt sogar „Slaughterhouse-Five“, das fiktionale Meisterwerk von Kurt Vonnegut aus dem 1969, für seine knappe Behauptung, das Brandbombardement auf Dresden sei „das größte Massaker in der Geschichte Europas“ gewesen, eine Behauptung, als hätte es den Holocaust nie gegeben.

Ich selbst hatte, nur ein paar Jahre, bevor Dawidowics’ Buch erschien, etwas Ähnliches bemerkt. Die englische Übersetzung des vielgepriesenen Buches „Hitler“ des deutschen Journalisten Joachim Fest wurde 1974 veröffentlicht. Ich hatte sie einige Jahre später gelesen und fand sie gerade so exzellent wie es die Kritiken vermuten ließen. Aber ich erinnere mich, daß ich ein wenig verwirrt gewesen war, weil in dem 800 Seiten starken Buch nur auf ein paar Seiten die Nazi-Todeslager behandelt wurden und das Wort „Juden“ noch nicht einmal im Stichwortregister auftauchte.

Die überwiegende Mehrheit der jüdischen Opfer Hitlers stammte aus Rußland und den osteuropäischen Staaten, die zum Sowjetblock gehörten. Hier befanden sich auch alle Vernichtungslager, die im Mittelpunkt der Holocaustforschung stehen. Daher waren die Sowjets auch die Quelle der meisten Schlüsselbeweise, die in den Nürnberger Prozesse vorgebracht wurden. Doch Dawidowicz merkt an, daß, nachdem Stalin einige Jahre nach Kriegsende immer mißtrauischer gegenüber Juden und Israel geworden war, praktisch alle Erwähnungen des Holocaust und der deutschen Greueltaten im Krieg gegen Juden aus den sowjetischen Medien und Geschichtsbüchern verschwunden sind. Ein ähnlicher Prozeß ereignete sich bei den Satelliten des Warschauer Pakts, obwohl die oberste Führung der kommunistischen Parteien dieser Länder sehr stark jüdisch blieb. Ich erinnere mich in der Tat an eine Reihe von Zeitungsartikeln, in denen es hieß, daß die meisten Osteuropäer nach dem Fall der Berliner Mauer, als die abgeteilten Hälften Europas schließlich wieder vereinigt waren, noch nie etwas vom Holocaust gehört hatten.

Heutzutage scheinen meine Morgenzeitungen erstaunlich häufig Geschichten über den Holocaust zu bringen und wahrscheinlich ist kein Ereignis des Zwanzigsten Jahrhunderts so tief im öffentlichen Bewußtsein verankert. Laut Meinungsumfragen wußten bereits 1995 etwa 97 Prozent der Amerikaner über den Holocaust, weit mehr als über Pearl Harbour oder über den amerikanischen Einsatz der Atombombe in Japan. Nicht einmal die Hälfte unserer Bevölkerung war bekannt, daß die Sowjetunion unser Verbündeter im Kriege gewesen war. Aber ich würde vermuten, daß jemand, der sein Wissen in den ersten Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus Mainstream-Zeitungen und Geschichtsbüchern bezogen hat, möglicherweise nicht einmal gewußt hätte, daß tatsächlich ein Holocaust stattgefunden hat.

1999 veröffentlichte Peter Novick zu diesem Thema und bezugnehmend auf diese Meinungsumfragen ein Buch mit dem Titel „The Holocaust in American Life“. Zu Beginn seiner Einführung erklärte er das sehr seltsame Muster, das der Holocaust in seinem kulturellen Einfluß zeigt, der unter allen wichtigen historischen Ereignissen recht einzigartig zu sein scheint. Bei fast allen verheerenden historischen Ereignissen wie dem gewaltigen Blutvergießen an der Somme oder dem bitteren Vietnamkrieg kam der größte Einfluß auf das öffentliche Bewußtsein und auf die Medien gleich danach. Die wichtigsten Bücher und Filme erschienen meist in den ersten fünf oder zehn Jahren danach, als die Erinnerung noch frisch war und der Einfluß blieb ein paar Jahrzehnte hoch, um dann nach und nach zu verblassen.

Nur im Falle des Holocaust war dieses Muster genau entgegengesetzt. In den ersten zwanzig Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg diskutierte kaum jemand über ihn, aber dann, in den 70ern rückte er allmählich in den Mittelpunkt des amerikanischen Lebens. Gerade als die Erinnerungen an den Krieg verblaßten und viele der bekanntesten und kenntnisreichsten Persönlichkeiten dieser Zeit abgetreten waren. Novick zitiert zahlreiche Studien und Umfragen, die belegen, daß dieser Mangel an Interesse und Medienpräsens auch die jüdische Gemeinde selbst betraf, die unter diesen Ereignissen anscheinend so stark gelitten hatte, sie jedoch in den 50er Jahren und bis weit in die 60er anscheinend fast vollständig vergessen hatte.

Diesen Eindruck kann ich mit Gewißheit aus meinen eigenen Erfahrungen bestätigen. Vor Mitte oder Ende der 70er Jahre hatte ich nur eine ungefähre Ahnung, daß praktisch alle Juden und Zigeuner Europas während des Zweiten Weltkriegs ausgerottet worden waren. Das, obwohl der Begriff „Holocaust“ viel genutzt wurde. Aber das bezog sich immer auf einen „atomaren Holocaust“, ein Terminus, der lange verdrängt ist und heute kaum noch gebraucht wird. Später, nachdem die Berliner Mauer gefallen war, entdeckte ich zu meiner Überraschung, daß in Osteuropa immer noch eine große Anzahl nicht ausgerotteter Zigeuner lebten, die bald gen Westen strömten und dort allerlei politische Kontroversen auslösten.

Die Wiederentdeckung des Holocaust

Der verstorbene Gelehrte Raul Hilberg gilt allgemein als der Begründer der modernen Holocaustforschung, die mit der Veröffentlichung seines umfangreichen Werkes „The Destruction of the European Jews“ 1961 ihren Anfang nahm. Der Historiker Norman Finkelstein betont in seinem sehr interessanten Nachruf auf Hilberg (23), daß es vor Hilbergs Arbeiten so gut wie keine Schriften zum Holocaust gab und eine Diskussion über das Thema fast als „tabu“ galt. Daß ein frisches Ereignis von so offensichtslicher Ungeheuerlichkeit vollständig aus der öffentlichen Diskussion und aus dem Bewußtsein von Historikern und Politikwissenschaftlern verbannt gewesen war, kann auf verschiedene Weise erklärt werden. Aber als ich erst einmal begann, die Hintergründe von Hilbergs bahnbrechendem Werk zu untersuchen, stieß ich auf allerlei seltsame Ungereimtheiten [strange ironies].

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Laut Wikipedia (24) kam Hilbergs jüdisch-österreichische Familie zufällig genau an dem Tag in den USA an, als der Krieg ausbrach. Er war schon in früher Jugend entsetzt bei der Lektüre der Nachrichten über die anhaltende Ausrottung seiner Mitjuden, die seine Familie auf dem Kontinent zurückgelassen hatte. Er rief sogar bei jüdischen Führern an und fragte, warum sie so wenig taten, um ihre Stammesbrüder vor der Vernichtung zu retten. Anschließend diente er beim US-Militär in Europa und studierte nach Kriegsende Politikwissenschaften am Brooklyn College. Die Inspiration zu seinem künftigen wissenschaftlichen Fokus scheint eine Anmerkung eines seiner Lehrer, Hans Rosenberg, gewesen zu sein, über die er schockiert war:

Die schrecklichsten Greueltaten, die in der Neuzeit an einer Zivilbevölkerung begangen worden sind, ereigneten sich während der napoleonischen Besetzung Spaniens.

Als Hilberg fragte, wie Rosenberg, selbst ein deutsch-jüdischer Flüchtling, den Mord an sechs Millionen Juden, ein erst vor ein paar Jahren begangenes monströses Verbrechen, so vollständig habe ignorieren können, versuchte Rosenberg vor der Frage auszuweichen und sagte, daß „es eine komplizierte Angelegenheit war“ und daß „Geschichtwissenschaft nicht bis in die Gegenwart reicht“. Da Rosenberg bei Meinecke studiert hatte, den Lipstadt bitter als einen impliziten Holocaustleugner angeprangert hatte, fragt man sich, ob Rosenberg die Position seines Mentors geteilt hat, es ihm aber widerstrebte, dies seinen überwiegend jüdischen Studenten im emotional aufgeladenen Brooklyn der Nachkriegszeit zuzugeben.

Später promovierte Hilberg in Columbia bei Franz Neumann, einem anderen deutsch-jüdischen Flüchtling. Als Hilberg jedoch vorsprach und sagte, daß er seine Forschungen auf die Ausrottung der europäischen Juden konzentrieren wolle, riet Neumann nachdrücklich von diesem Thema ab und warnte Hilberg, daß dies zu tun unprofessionell und unüberlegt sei und „seine akademische Beerdigung“ werden könne. Als er versuchte, seine Forschungen in Buchform zu veröffentlichen, erhielt er zahlreiche negative Rezensionen [= Absagen] und Yad Vashem in Israel befürchete, es werde auf „feindselige Kritik“ stoßen. Über einen Zeitraum von sechs Jahren wurde das Buch von mehreren großen Verlagen abgelehnt, basierend auf dem Rat der einflußreichen jüdischen Intellektuellen Hannah Arendt. Man fragt sich natürlich, ob diese etablierten Wissenschaftler im Stillen manche Dinge gewußt haben, die der naive junge Doktorand Hilberg eben nicht wußte. Sein Buch wurde nur gedruckt, weil ein jüdischer Einwanderer, dessen Geschäfte unter den Nazis gelitten hatten, die gesamte Veröffentlichung finanzierte.

 

Ich habe den Holocaust-Themen nie viel Beachtung geschenkt, aber die Unterstützer meiner örtlichen Palo Alto Bibliothek machen einen monatlichen Buchverkauf, bei dem es ernsthafte Sachbücher oft zu einem Viertel des Preises zu kaufen gibt. Dadurch wuchs meine eigene Bibliothek über die Jahre um hunderte von Büchern, jetzt auch mit den dicksten und einflußreichsten Texten zum Holocaust. Neben Hilbergs Klassiker sind das Nora Levins „The Holocaust“ (1968), Lucy Dawidowiczs „War Against the Jews, 1933-1945“ (1975), Martin Gilberts „The Holocaust“ (1985) und Daniel Goldhagens „Hitler’s Willing Executioners“ (1996).

Ich beanspruche absolut kein Expertentum in Sachen Holocaust, und die Prüfung der Beweise und Argumente, die diese umfangreichen Werke bieten, liegt gänzlich außerhalb meiner Fähigkeiten. Doch ich entschloß mich, zu versuchen, durch die Untersuchung einiger bestimmter Punkte ihre generelle Glaubwürdigkeit zu bewerten. Das ersparte mir die Mühe, diese Tausende von Seiten zu lesen.

Betrachten Sie den interessanten Fall von Feldmarschall Erhard Milch, Hermann Görings sehr mächtigen Zweiter Mann in der Deutschen Luftwaffe. Sein Vater war mit Sicherheit Jude, und laut den Forschern Robert Wistrich und Louis Snyder gibt es archivarische Beweise dafür, daß auch seine Mutter Jüdin war. Nun ist es sicher nicht unmöglich, daß ein Drittes Reich, daß sich angeblich mit grimmigem Fanatismus der Ausrottung eines jeden Juden verschrieben hat, den ganzen Krieg mit einem Voll- oder Halbjuden in der Nähe der absoluten Spitze seiner militärischen Hierarchie geführt hat. Aber diese verwirrende Anomalie würde sicherlich eine sorgfältige Erklärung rechtfertigen. Milchs offensichtlicher jüdischer Hintergrund war während der Nürnberger Prozesse sicherlich bekannt.

Als ich jedoch die sehr umfassenden Register dieser fünf Bücher mit insgesamt über 3500 Seiten sorgfältig durchgesehen hatte, fand ich praktisch keine Diskussion über Milch, außer ein paar sehr kurzen Erwähnungen seines Namens im Zusammenhang mit verschiedenen militärischen Einsätzen. Entweder die Autoren wußten nichts von Milchs jüdischem Hintergrund, oder sie hofften, diese Tatsache von ihren Lesern fernzuhalten, damit sie keine „Verwirrung“ stiftet. Beide Möglichkeiten sind nicht geeignet, unser Vertrauen in ihr Können als Forscher und in ihre wissenschaftliche Objektivität zu erhöhen.

In der Tat, in dem faszinierenden und vielgepriesenen Buch „Hitler’s Jewish Soldiers“ von Bryan Mark Rigg aus dem Jahr 2002 heißt es, daß Hitlers Militär neben Milch mehr als ein Dutzend halbjüdischer Generäle und Admirale und ein weiteres Dutzend Vierteljuden in den gleichen hohen Rängen, dazu insgesamt ungefähr 150 000 halb- oder vierteljüdische Soldaten, die meisten davon Offiziere. Alle diese Leute hatten volljüdische Eltern oder Großeltern gehabt, was für ein Regime, das angeblich so auf die vollständige Ausrottung der jüdischen Rasse fokussiert war, ein merkwürdiges Verhalten zu sein scheint.

Eine weitere augenfällige Sache wirft weitere Zweifel an der geschichtswissenschaftlichen Qualität dieser fünf immens dicken Bücher auf, die zusammen fast eine ganze Reihe in meinem Bücherregal einnehmen. Für die Ankläger eines jeden Verbrechens ist es ein wichtiges Ziel, ein plausibles Motiv zu finden, und im Falle des jüdischen Holocaust scheinen diese Autoren eine leichte Aufgabe gehabt zu haben. Hitler und seine deutschen Kollegen haben immer behauptet, daß Juden in überwältigendem Maße den bolschewistischen Kommunismus dominieren, und ein Großteil ihres Kampfes gegen die ersteren bestand darin, weitere Bluttaten der letzteren zu verhindern. Darum wäre es sicherlich angebracht gewesen, dieser zentralen Nazi-Doktrin ein frühes Kapitel zu widmen. Damit hätten sie eine wasserdichte Erklärung, was die Nazis zu ihrem teuflischen Schlachten getrieben hat. Die schrecklichen Ereignisse, die den Rest ihrer Bücher ausmachen, wären so vollständig erklärbar.

Doch seltsam genug, die Untersuchung des Registers nach „Bolschewisten“, „Kommunismus“ und allen möglichen Varianten läßt kaum eine Diskussion über dieses wichtige Thema erkennen. Goldhagens Buch von 1996 enthält nur ein paar kurze Sätze, breit verstreut auf 600 Seiten und die anderen Werke scheinen so gut wie nichts zu enthalten. Weil alle diese Holocaustbücher die von Hitler selbst genannten Motive für sein antijüdisches Handeln fast völlig umgehen, sind sie gezwungen, verzweifelt nach alternativen Erklärungen zu suchen. So suchen sie nach Hinweisen, die tief in der deutschen Vergangenheit vergraben sind oder sie wenden sich psychoanalytischen Spekulationen zu oder sie sagen einfach, daß das, was sie als das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte bezeichnen, aus purer Bosheit der Nazis entstanden ist.

Der offensichtliche Grund für diese krasse Unterlassung ist, daß die Autoren ein moralisierendes Spiel konstruieren, in dem die Juden als absolut unschuldige Opfer dargestellt werden müssen. Selbst ein Hinweis auf ihre Rolle in den unzähligen kommunistischen Greueltaten, die dem Aufstieg des Dritten Reichs lange vorausgingen, könnte die Leser dazu bringen, sich beide Seiten der Medaille zu betrachten. Wenn angebliche Historiker sich absurd weitschweifig anstrengen, um solch deutliche Tatsachen zu verbergen, dann entlarven sie sich als Propagandisten und wir müssen sehr vorsichtig sein, ihrer Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit in allen anderen Angelegenheiten, ob groß oder klein, zu vertrauen.

 

In der Tat wirft das Thema Kommunismus weit größere Fragen auf, und zwar solche mit ziemlich heiklen Folgerungen. Manchmal sind zwei einfache Elemente inaktiv, solange sie voneinander getrennt sind, aber miteinander kombiniert können sie eine gewaltige Sprengkraft entwickeln. Im einführenden Geschichtsunterricht und in Vorlesungen an der High School waren mir bestimmte Dinge immer glasklar aufgefallen, auch wenn die logischen Schlußfolgerungen nicht ausgesprochen wurden, und ich nahm immer an, daß sie für die meisten anderen genauso auffällig gewesen sind. Aber im Laufe der Jahre habe ich angefangen, mich zu fragen, ob das auch stimmt.

In den späten Tagen des Kalten Krieges wurde allgemein der Blutzoll der bolschewistischen Revolution und der ersten beiden Jahrzehnte des Sowjetregimes auf gut und gerne mehrere zehn Millionen geschätzt, eingerechnet die Opfer des russischen Bürgerkriegs, die von der Regierung eingeplanten Hungersnöte, der Gulag sowie die Hinrichtungen. Ich habe gehört, daß diese Zahlen wesentlich überarbeitet worden sind bis auf so wenig wie zwanzig Millionen odes so, aber egal. Obwohl entschlossene Verteidiger der Sowjetunion solche sehr großen Zahlen bestreiten mögen, waren sie doch immer Teil des im Westen gelehrten Geschichtsbildes.

Inzwischen wissen alle Historiker sehr genau, daß die bolschwistischen Führer überwiegend jüdisch waren, und drei der fünf Revolutionäre, die Lenin als seine möglichen Nachfolger nannte, stammten aus diesem Hintergrund. Obwohl nur rund 4% von Rußlands Bevölkerung jüdisch waren, gab Vladimir Putin vor einigen Jahren an, daß die Juden etwa 80 -85% der frühen sowjetischen Regierung ausmachten (25). Diese Einschätzung steht im Einklang mit dem, was die Zeitgenossen Winston Churchill (26), der Korrespondent der Times of London, Robert Wilton (27) sowie die Offiziere des amerikanischen Militärgeheimdienstes (28) gesagt haben. Neuere Bücher von Alexander Solschenizyn (29), Jury Slezkine [link im Original, S.17] und andere (30) haben alle ein sehr ähnliches Bild gezeichnet. Und vor dem Zweiten Weltkrieg blieben Juden in der kommunistischen Führung enorm überrepräsentiert, vor allem in der Verwaltung der GULAG und in den Spitzenpositionen des gefürchteten NKWD.

Diese beiden einfachen Fakten waren in Amerika mein Leben lang weithin akzeptiert. Kombiniert man sie jedoch mit der relativ geringen Größe des weltweiten Judentums, so läßt sich unweigerlich die Schlußfolgerung ziehen, daß die Juden pro Kopf die größten Massenmörder des 20.Jahrhunderts gewesen sind. Diese unglückliche Auszeichnung halten sie mit einem enormen Vorsprung und keine andere Nationalität kommt dem auch nur annähernd nahe. Und doch wurden durch die erstaunliche Alchemie Hollywoods die größten Mörder der letzen hundert Jahre in die größten Opfer verwandelt, eine Transformation, die derart unplausibel erscheint, daß künftige Generationen vor Ehrfurcht erstarren werden.

Die heutigen amerikanischen Neocons sind genauso stark jüdisch wie die Bolschewiki vor hundert Jahren, und sie haben in hohem Maße von der politischen Immunität profitiert, die ihnen diese völlig bizarre Umkehrung der historischen Realität bietet. Teilweise als Konsequenz ihres medial erzeugten Opferstatus haben sie es geschafft, große Teile unseres politischen Systems zu kontrollieren, insbesondere unsere Außenpolitik. Und in den letzten Jahren haben sie alles getan, um einen absolut verrückten Krieg mit dem atomar bewaffneten Rußland vom Zaun zu brechen. Wenn sie es schaffen, diese unglückliche Ziel zu erreichen, werden sie mit Sicherheit die beeindruckenden Zahlen an menschlichen Opfern übertreffen, die ihre ethnischen Vorfahren angehäuft haben, vielleicht sogar um eine Größenordnung oder mehr.

Holocaust – Betrug und Verwirrung

Da der Holocaust erst zu einem wichtigen öffentlichen Thema wurde, als die Kriegserinnerungen sich eingetrübt hatten, schien die Geschichte immer unter den Problemen zu leiden, die traditionell mit dem „wiedererlangtes Gedächtnis-Syndrom“ [recovered memory syndrome] verbunden sind. Wahrheit und Lüge wurden oft auf seltsame Weise vermischt und die Türen waren weit geöffnet für eine erstaunliche Anzahl von Lügnern und Betrügern.

Zum Beispiel erinnere ich mich, daß in den späten 70ern viele meiner Klassenkameraden das Buch „The Painted Bird“ von Jerzy Kosinski verschlungen haben, vielleicht die ersten weit verbreiteten Holocaust-Memoiren. Aber dann, einige Jahre später, enthüllten die Medien, daß der nationale Bestseller von Kosinski ganz einfach betrügerisch war und daß der Plagiator schließlich Selbstmord begangen hat. In der Tat gab es im Laufe der Jahre so viele gefälschte Holocaust-Memoiren (31), daß sie fast ein eigenes literarisches Genre darstellen.

Der wohl berühmteste Holocaust-Überlebende der Welt war Elie Wiesel, der die Geschichten seiner Kriegsleiden einsetzte und so eine enorme politische Berühmtheit erlangte. Seine Karriere wurde 1986 mit dem Friedensnobelpreis gekrönt, und die Ankündigung erklärte ihn zum „Botschafter der Menschheit.“ Der Journalist Alexander Cockburn hat jedoch überzeugend argumentiert (32), daß Wiesel einfach ein Betrüger war und sein berühmtes autobiographisches Werk „Night“ nur ein weiterer literarischer Schwindel.

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Obwohl die ikonenhafte Zahl der „sechs Millionen“ von unseren Medien endlos wiederholt wurde, war die geschätzte Zahl der Toten im Laufe der Jahre tatsächlich erschreckend unterschiedlich. Obwohl ich der Holocaust-Thematik nie viel Aufmerksamkeit geschenkt habe, habe ich doch jahrzehntelang meine wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften aufmerksam gelesen und regelmäßig die Behauptung gesehen, daß die Todesmaschine der Nazis fünf Millionen Nichtjuden brutal ausgerottet hat und ebenso sechs Millionen Juden. Aber erst im letzten Jahr war ich verdutzt zu entdecken, daß die frühere Gesamtzahl schlicht eine reine Erfindung des prominenten Holocaustaktivisten Simon Wiesenthal gewesen ist, der die Zahl eines Tages einfach erfunden hatte (33), weil er Nichtjuden einen größeren Anteil an der Holocaust-Geschichte geben wollte. Und obwohl sie auf absolut keinen Beweisen oder Nachforschungen beruhte, wurde seine Zahl von wirklichen Holocaustforschern, die wußten, daß es totaler Unsinn wahr, nie effektiv widerlegt, und deshalb wurde sie in den Medien so regelmäßig wiederholt, daß ich sie wahrscheinlich hunderte Male gelesen habe. Ich war immer davon ausgegangen, sie habe eine stabile Grundlage in der erforschten Wirklichkeit.

Ganz ähnlich hatte ich jahrzehntelang die unbestreitbare Tatsache gelesen, daß die Nazis in Auschwitz vier Millionen Häftlinge getötet hatten, die meisten davon Juden. Lipstadt behandelte diese Zahl eindrucksvoll als absolut felsenfeste historische Realität. Aber in den frühen 90er Jahren, nach dem Fall des Kommunismus, wurde die Gesamtzahl stillschweigend nach unten auf nur 1,1 Millionen korrigiert (34). Die Tatsache, daß eine plötzliche Reduzierung der offiziellen Zahl der Holocaustopfer um drei Millionen so wenig Einfluß auf das medial dargereichte Holocaustnarrativ hat, scheint kaum großes Vetrauen in die Gesamtzahlen oder in die Medienberichterstattung über diese zu wecken.

In den letzten Generationen haben unsere Medien die Zahl von sechs Millionen so tief in die Köpfe der westlichen Welt gehämmert, daß die Bedeutung der ikonenhaften Zahl allgemein verstanden wird, und wer sie in Zweifel zieht, riskiert in vielen europäischen Ländern eine Haftstrafe. Dennoch liegt ihr tatsächlicher Ursprung einigermaßen im dunkeln. Nach einigen Berichten haben jüdische Gruppen Präsident Truman dazu angehalten, es beiläufig in eine seiner Reden einzuflechten, und in der Folge hat es in den Medien bis auf den heutigen Tag endlosen Widerhall gefunden. Einige zornige Internetaktivisten haben eine Grafik zusammengestellt, die Auszüge aus Dutzenden von Artikeln der New York Times zwischen 1869 und 1941 zeigt, die alle die Zahl von sechs Millionen vom Tode bedrohter osteuropäischer Juden präsentieren. Das deutet darauf hin, daß unsere offiziellen Opferzahlen des Holocaust tatsächlich drei Generationen älter sind als der Zweite Weltkrieg. Ich wäre nicht überrascht, wenn das der tatsächliche Ursprung dieser Zahl ist.

Zuweilen konnte die Entstehung eines neuen Holocaust-Schwindels nur knapp verhindert werden. Während des größten Teils des 20. Jahrhunderts waren Juden und Schwarze enge politische Verbündete in Amerika. Die oberste Führung des NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) war fast immer jüdisch wie fast alle wichtigen weißen Berater von Martin Luther King Jr. Und ein sehr großer Teil der wichtigsten weißen Aktivisten, die an der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der 50er und 60er Jahre beteiligt waren. In den späten 60er Jahren brach jedoch eine Spaltung aus, bei der viele jüngere schwarze Aktivisten dem, was sie als überwältigenden jüdischen Einfluß ansahen, zutiefst feindselig gegenüberstanden, während militantere Schwarze, ob muslimisch oder nicht, sich für die Palästinenser und gegen das zionistische Israel einsetzten. Dieser wachsende Konflikt wurde während der Präsidentschaftskampagne von Jesse Jackson besonders bitter und erreichte anfang der 90er Jahre in New York einen Höhepunkt.

Einige Filmemacher versuchten, diesen Riss zu kitten, indem sie 1992 einen großen PBS-Dokumentarfilm mit dem Titel „The Liberators“ produzierten, indem sie darlegten, wie schwarze amerikanische Truppen zu den ersten Einheiten gehörten, die die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau eroberten und dabei zehntausende jüdische Häftlinge aus NS-Gefangenschaft befreiten. Eine historische Erzählung von solch einer tiefen symbolischen Bedeutung stieß schnell auf überwältigende Unterstützung sowohl von schwarzen wie auch von jüdischen Führern, wobei Jesse Jackson bei der Premiere in Harlem mit Holocaust-Überlebenden und zahlreichen jüdischen Stars auf der Bühne stand und der Film erhielt eine Oskar-Nominierung. Anfang Februar 1993 jedoch wandte sich Jeffrey Goldberg an The New Republic, um zu enthüllen, daß die Geschichte nur ein Schwindel war (35), basierend auf gefälschter Geschichte. Obwohl die jüdische Koproduzentin des Films ihre Kritiker wütend als Rassisten und Holocaustleugner beschimpfte, saßen die Anschuldigungen und schließlich wurde in der New York Times (36) und anderen wichtigen Medien darüber berichtet. Die führenden jüdischen Organisationen und Holocaust Centers, die den Film kräftig beworben hatten, distanzierten sich schnell und 2013 beging sogar The Times of Israel den 20. Jahrestag (37) des Ereignisses, daß sie als berüchtigten Schwindel bezeichnete. Aber ich vermute, daß, wenn die Dinge nur ein wenig anders verlaufen wären, die Geschichte wäre bald so tief mit dem kanonischen Holocaust-Narrativ verwoben gewesen, daß jeder, der die Fakten in Frage stellt, als Rassist beschimpft worden wäre.

 

Einige Jahre zuvor hatte The New Republik so etwas wie eine Vorreiterrolle bei der Verbreitung eines anderen Schwindels betreffend jüdischer Themen übernommen, der möglicherweise eine weitaus größere internationale Bedeutung erlangt hätte, als Joan Peters, eine unbekannte jüdische Schriftstellerin, im Jahr 1984 ein bedeutendes historisches Werk veröffentlichte. Sie behauptete, daß ihre umfassenden Recherchen in den Archiven ergeben hätten, daß ein Großteil der heutigen Palästinenser tatsächlich nicht in Palästina gebürtig, sondern erst jüngst angekommene Immigranten seien, die von der kräftigen ökonomischen Entwicklung der zionistischen Siedler angezogen worden seien, welche ihrer Zuwanderung vorausgegangen war.

Ihre schockierenden Forschungsergebnisse erhielten Hunderte begeisterte Kritiken und akademische Belobigungen im gesamten Spektrum der amerikanischen Mainstream- und Elitemedien und ihr Buch wurde schnell zu einem riesigen Bestseller. Führende jüdische Holocaust-Koryphäen wie Dawidowicz und Wiesel standen im Mittelpunkt des Lobes für ihre bemerkenswerte akademische Arbeit, die wahrscheinlich die Ansprüche der vertriebenen Palästinenser vollständig zerstörte und damit die Natur der Konfliktes im Mittleren Osten zu Israels großem Vorteil veränderte.

Ein junger Student der Geschichte in Princeton namens Norman Finkelstein hatte jedoch großes Interesse an der Geschichte des Zionismus und beschloß, da er von ihren Erkenntnissen sehr überrascht war, diese Behauptungen einer Prüfung zu unterziehen. Als er anfing, ihre Fußnoten und ihre angeblichen Quellen sorgfältig zu untersuchen, stellte er fest, daß sie total gefälscht waren und ihre bahnbrechenden Forschungen erwiesen sich letztlich als Schwindel. Später kam die Vermutung auf, daß alles von einer Geheimdienstorganisation zusammengebraut war und lediglich unter ihrem Namen herausgegeben war.

Obwohl Finkelstein seine wichtigen Ergebnisse weit verbreitete, wurden sie von allen amerikanischen Journalisten, Gelehrten und Medienorganisationen vollständig ignoriert. Die einzige Ausnahme war Noam Chomsky (38). Der anwachsende Wirbel um den Joan Peters Schwindel hätte die Rechtsgrundlage der völkerrechtlichen Ansprüche der Palästinenser auf ihre eigene palästinensische Heimat zerstören können. Einige geistig unabhängige britische Publikationen griffen schließlich auf seine Informationen zurück und die daraus resultierende Welle der Verlegenheit in den Medien ließen Peters Behauptungen in Vergessenheit geraten. In der Zwischenzeit erlitt Finkelstein selbst schwere Vergeltungsmaßnahmen als Konsequenz und laut Chomsky wurde er von seinem Institut in Princeton und der breiteren akademischen Gemeinde knallhart auf die Schwarze Liste gesetzt.

Mehr als ein Dutzend Jahre später geriet Finkelsteins Werk in den Fokus einer zweiten großen Kontroverse. In den späten neunziger Jahren unternahmen internationale jüdische Organisationen große Anstrengungen, um den größten Schweizer Banken viele Milliarden US-Dollar abzunehmen. Sie argumentierten, daß diese Gelder das rechtmäßige Eigentum der europäischen Juden seien, die im Holocaust verstorben waren. Als sich die Banken anfangs widersetzten und argumentierten, daß keine soliden Beweise vorgelegt wurden, wurden sie von den jüdisch dominierten amerikanischen Medien der USA hart angeprangert und jüdische Lobbyarbeit veranlaßte die amerikanische Regierung, ihnen mit strengen finanziellen Sanktionen zu drohen, die ihre Geschäfte hätten zerstören können. Angesichts dieses massiven erpresserischen Drucks gaben die Banken schließlich nach und zahlten den Großteil der Gelder aus. Die Milliarden wurden größtenteils von den jüdischen Organisationen einbehalten, die die Kampagne geführt hatten. Diese gaben sie für ihre eigenen Projekte aus, weil die angeblichen jüdischen Erben nicht aufzufinden waren.

Diese Situation veranlaßte den Historiker Finkelstein, im Jahr 2000 ein kurzes Buch mit dem Titel The Holocaust Industry zu veröffentlichen, in dem er scharf kritisierte, was er als globales jüdisches Geldmachunternehmen charakterisierte, mit dem Ziel, mit unfairen Mittel Reichtum abzusaugen für die mutmaßlichen Holocaust-Opfer, oft ohne Rücksicht auf Wahrheit oder Fairness. Obwohl fast gänzlich ignoriert von den amerikanischen Medien, wurde es in Europa ein großer Bestseller, was die amerikanischen Veröffentlichungen schließlich zwang, ihm ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Unter anderem bemerkte Finkelstein, daß mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Holocaust die Zahl der offiziell als Überlebende des Holocaust bezeichneten so groß geworden war, daß einfache Sterblichkeitsüberlegungen darauf schließen ließen, daß eine große Anzahl europäischer Juden den Krieg überlebt haben mußte. Dies warf offenbar die ernste Frage darüber auf, wie viele während dieses Krieges und des damit einhergehenden Holocausts tatsächlich gestorben sein könnten.

Über die Jahre hatte ich Medienberichte der gleichen Art bemerkt, in denen enorme Gesamtzahlen von Holocaust-Überlebenden behauptet wurden, die sechs oder sieben Jahre nach dem Ereignis noch am Leben sind. Zum Beispiel rechtfertigte ein Beamter der Jewish Agency in Israel noch 2009 Gesetze zur Kriminalisierung des Holocaustleugnung, in dem er erklärte, daß es fast 65 Jahre nach Kriegsende „immer noch Hunderttausende lebende Holocaustüberlebende gibt“, eine Aussage, die selbst eine ziemlich explizite Holocaustleugnung zu sein scheint. In der Tat scheint eine sehr auffällige Anzahl von allen Todesanzeigen in der New York Times Holocaustüberlebende zu erfassen, die noch in ihren 80er und 90er Jahren versterben.

Jeder, der seriöse Geschichtsbücher (40) liest, weiß, daß Juden im allgemeinen den Ruf genießen, viele der größten Schwindler und Betrüger der Welt hervorzubringen, was angesichts ihrer notorischen Tendenz, zu lügen und zu heucheln, kaum verwunderlich ist. Inzwischen scheint die jüdische Community auch weit mehr emotional gestörte und psychisch kranke Menschen aufzuweisen, als man nach ihrer Gesamtzahl erwarten sollte. Möglicherweise hat das dazu geführt, daß diese Menschen als Startrampe für viele religiöse Kulte und fanatische ideologische Bewegungen auf der Welt gedient haben. Jegliche Erforschung des Holocaust führt sicherlich dazu, diese ziemlich negative Einschätzung zu stützen.

Holocaust und Hollywood

Obwohl der Holocaust in den 60er und 70er Jahren mit der Veröffentlichung wichtiger Bücher von Hilberg, Levin, Dawidowicz und anderen und den daraus resultierenden Artikeln und Rezensionen in das amerikanische Bewußtsein eintrat, waren anfänglich die sozialen Auswirkungen wahrscheinlich nicht wesentlich, zumindestens außerhalb der jüdischen Community. Sogar sehr erfolgreiche Bücher, die in vielen Zehntausenden Exemplaren verkauft wurden, haben geringe Auswirkungen auf eine Bevölkerung von mehr als 200 Millionen.

Unsere Medien prägen unsere Wahrnehmung der Welt vollständig, und obwohl Intellektuelle und viele Hochgebildete in hohem Maße von Büchern und anderen Formen gedruckter Inhalte beeinflußt werden, versteht die überwiegende Mehrheit die Welt über elektronische Medien, insbesondere die der populären Unterhaltung.

Betrachten wir zum Beispiel die 1974 erschienene Veröffentlichung von Time on the Cross: The Economics of American Negro Slavery, eine meisterhafte zweibändige Analyse der Ökonomen Robert William Fogel und Stanley L. Engerman. Durch die Anwendung quantitativer Methoden hat die Studie Generationen von Vorurteilen über die sozialen Institutionen Amerikas widerlegt und gezeigt, daß schwarze Sklaven im Süden ermutigt wurden zu heiraten und einen eigenen Haushalt zu führen. Sie hatten Taschengeld und ihre medizinische Versorgung war vergleichbar mit der der freien weißen Bevölkerung und oft besser als die der Industriearbeiter im Norden. Darüber hinaus ging die Lebenserwartung von Freigelassenen nach der Emanzipation um zehn Prozent zurück und die Krankheiten nahmen um 20 Prozent zu. Das ist alles zusammengefaßt in einem ausführlichen Eintrag bei Wikipedia.

Auch wenn ihre Ergebnisse umstritten waren, verfügten die Autoren über die bestmöglichen akademischen Qualifikationen, wobei Fogel, der ein hervorragender Wissenschaftler und eine führende Persönlichkeit einer ökonomischen Schule war, die einen Nobelpreis gewonnen hat. Fogels ideologische Referenzen waren sogar noch robuster, denn er hatte sich sein Leben lang für die Bürgerrechte der Schwarzen eingesetzt, seit er acht Jahre als Organisator in der kommunistischen Partei verbracht hatte. Seine Eheschließung mit einer schwarzen Frau 1949 hatte dazu geführt, daß das Paar häufig den Unanständigkeiten der Anti-Rassenmischungsgesetze dieser Zeit ausgesetzt war. Infolgedessen wurden ihre Ergebnisse für eine akademische Studie in den Mainstream-Medien mit beispielloser Aufmerksamkeit bedacht und haben sicherlich zahlreiche Historiker und Journalisten beeinflußt. Dennoch glaube ich, daß die langfristigen Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Sklaverei in der Bevölkerung nahezu gleich Null waren.

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Als Gegensatz dazu brachte die ABC television network 1976 zur besten Sendezeit die Miniserie Roots, ein generationenübergreifender Bericht über eine Sklavenfamilie. Die Geschichte knüpfte eng an das traditionelle Narrativ vom harten Sklavenleben an und basierte angeblich auf der aufgezeichneten Familiengeschichte von Alex Haley, dem Autor des Bestsellers mit demselben Titel. Aber obwohl sich später herausstellte, daß seine Geschichte erlogen und anscheinend ein Plagiat war, waren die Bewertungen herausragend und die sozialen Auswirkungen enorm: 100 Millionen Amerikaner hatten die Serie gesehen. Also, selbst ein sehr eindrucksvoll geschriebener gelehrter Text hat gegen ein fiktives Fernsehdrama absolut keine Chance.

Alle drei amerikanischen Fernsehsender befanden sich in jüdischem Besitz oder unter jüdischer Kontrolle, so daß es kaum verwunderlich war, daß die ABC zwei Jahre später beschloß, das Format noch einmal aufzulegen. So lief 1978 die Miniserie Holocaust, die ebenfalls ein Publikum von 100 Millionen erreichte und enorme Gewinne erzielte. Es scheint gut möglich, daß dies das erste Mal war, daß viele amerikanische Familien dieses kolossale, aber fast unsichtbare Ereignis des Zweiten Weltkriegs entdeckten.

Im folgenden Jahr veröffentlichte William Styron Sophie’s Choice, eine herzzerreißende Geschichte, in der es um tief vergrabene Erinnerungen an die Ausrottung christlicher polnischer Kinder in den Gaskammern von Auschwitz ging. Obwohl ein solches Ereignis absolut im Widerspruch zu den Lehren aller jüdischer Holocaustforscher stand, wurde das Buch ein nationaler Bestseller. Der gleichnamige Film folgte 1982, und Meryl Streep gewann einen Oscar für die beste Darstellerin. Ein Jahrzehnt später gewann Steven Spielbergs Schindler’s List bemerkenswerte sieben Oscars und spielte 100 Millionen US-Dollar ein.

Da Hollywood so überwiegend jüdisch war (43), waren die Konsequenzen kaum überraschend und es entwickelte sich bald ein riesiges Genre des Kinofilms. Laut Finkelstein produzierte Hollywood zwischen 1989 und 2004 etwa 180 Holocaustfilme. Sogar die sehr lückenhafte Teilmenge der Holocaustfilme, die auf Wikipedia aufgelistet ist (44), ist enorm angewachsen, aber glücklicherweise hat die Movie Database den Katalog eingegrenzt, indem sie eine Liste der 50 bewegendsten Holocaustfilme bereitstellt (45).

Viele Milliarden Dollar wurden gewiß im Laufe der Jahre in die Gesamtproduktionskosten dieses fortlaufenden Business-Unternehmens investiert. Für gewöhnliche Leute „seeing is believing“ und wie könnte jemand ernsthaft an der Realität des Holocaust zweifeln, wenn er alle die Gaskammern und Berge ermordeter Juden gesehen hat, konstruiert von hochbezahlten Bühnenbildnern in Hollywood. An der Existenz von Spiderman oder Incredible Hulk zu zweifeln wäre ähnlich absurd.

Etwa zwei Prozent der Amerikaner haben einen jüdischen Hintergrund, während 95% christliche Wurzeln haben. Demgegenüber erscheint die Liste der christlichen Filme in Wikipedia (46) vergleichsweise spärlich und rudimentär. Sehr wenige dieser Filme haben eine weite Verbreitung gefunden und die Auswahl wird noch aufgeblasen, indem sogar ein Film wie The Chronicles of Narnia aufgelistet ist, in dem das Christentum überhaupt nicht erwähnt wird. Eine der wenigen prominenten Ausnahmen auf der Liste ist Mel Gibsons Film The Passion of the Christ in 2004, den er selbst finanzieren mußte. Und trotz des enormen finanziellen Erfolgs dieses Films, einer der höchstprofitablen inländischen Aufführungen aller Zeiten, machte das Projekt Gibson zu einem arg verunglimpften Paria in der Industrie, über die er einst als ihr größter Star regiert hatte, besonders, nachdem sich herumgesprochen hatte, daß sein eigener Vater ein Holocaustleugner war.

 

In vielerlei Hinsicht besorgen heute Hollywood und die seichteren Unterhaltungsmedien die einigende spirituelle Basis unserer tief säkulären Gesellschaft und die überwiegende Dominanz von Filmen zum Thema Holocaust gegenüber christlichen Filmen hat offensichtliche Auswirkungen. In unserer globalisierten Welt beherrscht die amerikanische Unterhaltungsindustrie Europa und den Rest des Westens vollständig, sodaß die hier entwickelten Ideen das Bewußtsein vieler hundert Millionen Menschen prägen, auch wenn sie ganz woanders leben, egal, ob ihnen diese Tatsache bewußt ist oder nicht.

Es war 2009, als Papst Benedikt XVI versuchte, die durch das Zweite Vatikanische Konzil hervorgerufene Kluft innerhalb der katholischen Kirche zu heilen und sich mit der abtrünnigen Piusbruderschaft zu versöhnen. Dies wurde jedoch zu einer großen medialen Kontroverse, als bekannt wurde, daß Bischof Richard Williamson, einer der führenden Vertreter der Bruderschaft, seit langem ein Holocaustleugner war und zudem der Meinung, daß die Juden zum Christentum konvertieren sollten (48). Obwohl die vielen anderen Differenzen in der Katholischen Glaubenslehre allesamt verhandelbar waren, jedoch die Weigerung, die Realität des Holocaust zu akzeptieren, war es anscheinend nicht. So blieb Bischof Williamson der katholischen Kirche entfremdet. Bald darauf wurde er sogar von der deutschen Regierung wegen Ketzerei angeklagt (49).

Kritiker haben im Internet darauf hingewiesen, daß über die letzten Generationen energische jüdische Aktivisten die westlichen Nationen erfolgreich dazu gebracht haben, ihre traditionelle Religion des christlichen Glaubens durch die neue Religion des Glaubens an den Holocaust zu ersetzten und die Affaire um Bischof Williamson scheint diese Schlußfolgerung zu unterstützen.

Nehmen wir das französische Satiremagazin Charlie Hebdo. Es wurde von jüdischen Interessen finanziert und startete jahrelang bösartige Angriffe auf das Christentum, manchmal in übler pornographischer Weise und verunglimpfte auch den Islam in regelmäßigen Abständen. Solche Aktivitäten wurden von französischen Politikern als Beweis für die totale Meinungsfreiheit im Lande Voltaires bejubelt. Aber in dem Moment, als einer der führenden Cartoonisten einen sehr milden Witz über Juden machte, wurde er sofort gefeuert und wenn das Magazin je den Holocaust lächerlich gemacht hätte, wäre es gewiß sofort verboten worden und die ganze Redaktion wäre möglicherweise im Gefängnis gelandet.

Westliche Journalisten und Menschenrechtsadvokaten haben oft ihre Untestützung für die frech-verletzenden Übergriffe der jüdisch finanzierten Femen-Aktivisten zum Ausdruck gebracht (50), wenn sie christliche Kirchen auf der ganzen Welt entweiht haben. Aber solche Experten [pundits] würden sicherlich in Aufruhr geraten, wenn jemand in ähnlicher Weise gegen das wachsende Netzwerk der Holocaustmuseen vorgehen würde, die größtenteils auf öffentliche Kosten errichtet wurden.

In der Tat scheint eine der Ursachen für den erbitterte Ablehnung von Wladimir Putins Rußland darin zu liegen, daß er den christlichen Glauben wieder an seinen bevorzugten Platz in einer Gesellschaft gestellt hat, in der die frühen Bolschewisten einst Kirchen gesprengt und viele tausend Priester massakriert hatten. Die westlichen intellektuellen Eliten standen der Sowjetunion weitaus positiver gegenüber, solange ihre Führer ihre strikt antichristliche Haltung behielten.

Aufstieg und Unterdrückung der Holocaustleugnung

Da der Holocaust bis Mitte der 60er Jahre fast unbekannt gewesen war, gab es auch keine explizite Leugnung des Holocaust. Als er aber nach der Veröffentlichung von Hilbergs Buch in die Wahrnehmung rückte, trat auch seine Leugnung ins Leben.

Lipstadts Beschimpfung von Barnes als der „Pate“ der Holocaustleugnung enthält tatsächlich ein Körnchen Wahrheit. Seine posthum 1968 veröffentlichte Rezension, in der er Rassiniers leugnender Analyse beipflichtete, scheint die erste derart aussagekräftige Stellungnahme zu sein, die irgendwo in Amerika veröffentlicht wurde. Zumindestens, wenn wir Beatys beiläufige Abweisung der jüdischen Behauptungen ausnehmen, die 1951, als sein Buch erschien, anscheinend nur vernachlässigbare öffentliche Aufmerksamkeit erregt hat.

Gegen Ende der 1960er Jahre stieß ein rechtsgerichteter Verleger namens Willis Carto auf ein kurzes und ungehobeltes Manuskript, in dem der Holocaust geleugnet wurde. Es war offenbar einige Jahre zuvor entstanden und er ignorierte juristische Feinheiten und druckte es einfach. Der vorgebliche Autor klagte daraufhin wegen des Plagiats. Obwohl der Fall am Ende geklärt wurde, entpuppte sich so seine Identität als die von David L. Hoggan, einem Schützling von Barnes mit einem Harvard Doktortitel (Ph.D) in Geschichte, der als junior faculty member in Stanford tätig war. Sein Wunsch nach Anonymität zielte darauf ab, seine Karriere nicht zu gefährden. Das ging schief und so ließen weitere akademische Berufungen schnell nach.

Murray Rothbard, der Begründer des modernen libertären Weltanschauung, war immer ein starker Befürworter des historischen Revisionismus gewesen und bewunderte Barnes sehr, der jahrzehntelang die führende Persönlichkeit auf diesem Gebiet gewesen ist. Barnes hatte auch in einem ausführlichen Artikel (51) im Jahre 1967, der im Rampart Journal, einer kurzlebigen libertären Zeitschrift, erschien, kurz auf seine allgemeine Skepsis gegenüber dem Holocaust hingewiesen und dies mag in diesen ideologischen Kreisen bemerkt worden sein. Es scheint, daß Holocaustleugnung in den frühen 70er Jahren in der stark jüdischen, aber heftig freidenkerischen libertären Gemeinde zum Thema von einigen Diskussionen wurde. Dies sollte eine wichtige Konsequenz haben.

Arthur R. Butz, ein Professor für Elektrotechnik im Nordwesten besuchte gelegentlich einige libertäre Veranstaltungen in dieser Zeit, als ihm zufällig eine Broschüre auffiel, in der der Holocaust als Betrug angeprangert wurde. Er hatte diesem Thema vorher keinen Gedanken gewidmet, aber so eine schockierende Behauptung erregte seine Aufmerksamkeit und er begann Anfang 1972, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Er kam bald zu dem Schluß, daß die Anschuldigung wahrscheinlich richtig war, fand jedoch die Belege, einschließlich die in dem unvollendeten und anonymen Buch von Hoggan, viel zu lückenhaft. Er beschloß, daß es viel detaillierter und umfassender ausgearbeitet werden mußte. Er ging soweit, das Projekt in den nächsten Jahren anzugehen – mit der methodischen Sorgfalt eines ausgebildeten akademischen Ingenieurs.

Sein Hauptwerk, The Hoax of the Twentieth Century (52) erschien erstmals Ende 1976 in gedruckter Form und wurde sofort zum zentralen Text in der Gemeinde der Holocaustleugner. Das scheint er auch heute noch zu sein, während er mit allen Aktualisierungen und Anhängen auf eine Länge von mehr als 200 000 Wörter angewachsen ist. Obwohl das vor der Veröffentlichung stehende Buch in der Februarausgabe 1976 von Reason nicht erwähnt wurde, ist es möglich, daß sich die bevorstehende Publikation in libertären Kreisen herumgesprochen und den plötzlichen neuen Fokus auf den historischen Revisionismus ausgelöst hatte.

Butz war ein angesehener und fest angestellter Professor im Nordwesten der USA und die Veröffentlichung seines Buches, das die Sache der Holocaustleugnung ausführlich behandelte, wurde bald zu einer kleinen Sensation, über die im Januar 1977 in der New York Times und anderen Medien berichtet wurde. In einem ihrer Bücher widmet Lipstadt ein ganzes Kapitel unter dem Titel „Entering the Mainstream“ der Arbeit von Butz. Laut einem Kommentar von Dawidowicz mobilisierten jüdische Geldgeber und jüdische Aktivisten schnell und versuchten, Butz für seine ketzerischen Ansichten feuern zu lassen, doch damals war eine akademische Festanstellung noch viel wert und Butz überlebte, ein Ereignis, das Dawidowicz sehr stark irritiert zu haben scheint.

Ein solch detailliertes und verständliches Buch, daß die Sache der Holocaustleugnung ausführlich behandelt, hatte natürlich erhebliche Auswirkungen auf die nationale Debatte, zumal der Autor ein Mainstream- und anscheinend unpolitischer Wissenschaftler war und bald erschien eine gesamtamerikanische Ausgabe des Buchs von Butz. Ich freue mich sehr, die Aufnahme des Buches in meine Sammlung von kontroversen HTML-Bücher arrangiert zu haben. So können Interessierte es leicht lesen und selber entscheiden.

[KASTEN im Original, S.24: HTML-BUCH BUTZ zum Download]

 

Im folgenden Jahr schienen diese Trends zur Holocaustleugnung weiter an Fahrt zu gewinnen, als Carto in Kalifornien ein neuen kleinen Verlag gründete mit dem Namen Institute for Historical Review (IHR), das 1980 eine Vierteljahresschrift mit dem Titel The Journal of Historical Review herausgab. Sowohl das IHR als auch seine JHR-Zeitschrift konzentrierten sich auf den Revisionismus allgemein, aber die Holocaustleugnung stand im Vordergrund. Lipstadt widmete dem IHR ein ganzes Kapitel und merkt später an, daß die meisten Autoren der 1976er Februarausgabe von Reason bald diesem Projekt oder anderen Projekten von Carto beitraten. Ebenso wie Butz, und die Redaktion des JHR war bald gut aufgestellt mit zahlreichen Doktortiteln, die oft an renommierten Universitäten erworben waren. Für ungefähr das nächste Vierteljahrhundert hielt das IHR alle ein bis zwei Jahre kleine Konferenzen ab, bei denen David Irving schließlich regelmäßig vortrug und gelegentlich traten sogar Persönlichkeiten als Redner auf, die gänzlich dem Mainstream zugerechnet werden können wie der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Historiker John Toland .

Ein wichtiges Beispiel für die Leistungen des IHR: 1983 veröffentlichte die Organisation das Buch The Dissolution of Eastern Europe Jewry (54), eine sehr detaillierte quantitative Analyse der zugrunde liegenden Demographien und Bevölkerungsbewegungen während des Zweiten Weltkriegs, anscheinend die erste derartige Studie. Der Autor, der unter dem Pseudonym Walter N. Sanning schrieb, versuchte die äußerst vereinfachte Bevölkerungsanalyse zu revidieren, die Holocausthistoriker gelegentlich voraussetzten.

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Vor dem Krieg lebten Millionen Juden in Osteuropa und nach dem Krieg waren diese Gemeinschaften zum Großteil verschwunden. Diese unbestreitbare Tatsache war eine zentrale Säule des traditionellen Holocaust-Narrativs. Aber unter Verwendung gänzlich dem Mainstream zurechenbaren Quellen zeigte Sanning überzeugend, daß die Situation tatsächlich viel komplizierter war, als es den Anschein hatte. Zum Beispiel war es damals weithin bekannt, daß eine große Anzahl polnischer Juden von den Sowjets zu Orten tief in ihrem Territorium transportiert haben, teils freiwillig, teils unter Zwang. Bei den Transporten mit dabei war auch der künftige israelische Premierminister Menachem Begin. Darüber hinaus wurde eine große Anzahl stark verstädterter sowjetischer Juden unter ähnlichen Bedingungen vor den vorrückenden deutschen Streitkräften evakuiert. Die genaue Größe dieser Bevölkerungsbewegungen ist seit langem ungewiß und umstritten, aber Sannings sorgfältige Analyse der sowjetischen Nachkriegs-Zensusdaten und anderer Quellen deutet jedoch darauf hin, daß die Gesamtzahlen wahrscheinlich am oberen Ende der meisten Schätzungen lagen. Sanning behauptet nicht, daß seine Ergebnisse endgültig sind, aber selbst, wenn sie nur teilweise korrekt sind, würden solche Ergebnisse sicherlich die traditionellen Gesamtzahlen des Holocaust ausschließen.

Ein anderer ständiger Teilnehmer bei den Konferenzen des IHR war Robert Faurisson (55). Als Professor für Literatur an der Universität von Lyon begann er in den 70er Jahren, seine Skepsis gegenüber dem Holocaust öffentlich zum Ausdruck zu bringen (56). Der darauf folgende mediale Aufschrei führte zu Bemühungen, ihn aus seiner Position zu entfernen, während 200 internationale Wissenschaftler, darunter der berühmte MIT-Professor Noam Chomsky, in seinem Namen eine Petition unterzeichneten. Faurisson hielt an seiner Meinung fest, aber die Angriffe hielten an, einschließlich einer brutalen Attacke jüdischer Schläger, die ihn ins Krankenhaus brachte, während ein französischer politischer Kandidat, der ähnliche Ansichten vertrat, ermordet wurde. Jüdische Aktivistenorganisationen fingen an, sich für Gesetze stark zu machen, die die Aktivitäten von Faurisson und anderen im Großen und Ganzen verbieten. Und 1990, kurz nachdem die Berliner Mauer gefallen war und die Erforschung von Auschwitz und anderen Stätten des Holocaust plötzlich viel einfacher wurde, verabschiedete Frankreich ein Gesetz, daß die Leugnung des Holocaust kriminalisierte – anscheinend als erste Nation nach dem im Kriege besiegten Deutschland. In den folgenden Jahren taten viele westliche Länder dasselbe und folgten dem beunruhigenden Präsedenzfall, wissenschaftliche Streitigkeiten via Gefängnisstrafen zu entscheiden. Eine weichere Form derselben Politik die im stalinistischen Rußland verfolgt wurde.

Da Faurisson ein Literaturwissenschaftler war, ist es nicht ganz überraschend, daß eine seiner Hauptinteressen The Diary of Anne Frank war, das allgemein als der legendäre literarische Klassiker des Holocaust angesehen wird. Es erzählt die Geschichte eines jungen jüdischen Mädchens, das starb, nachdem es aus Holland nach Auschwitz deportiert worden war. Er argumentierte, daß der Text im wesentlichen betrügerisch sei und von jemand anderem nach dem Ende des Krieges verfaßt worden war, und seit Jahrzehnten haben verschiedene entschlossene Personen den Fall hin und her diskutiert. Ich kann ihre komplexen Argumente, die anscheinend Fragen der Kugelschreibertechnologie und der Textkorrektur betreffen, nicht wirklich bewerten und habe das Buch selbst nie gelesen.

Für mich ist der merkwürdigste Aspekt der Geschichte das tatsächliche Schicksal des Mädchens im offiziellen Narrativ, wie es im durchaus vom Establishment akzeptierten Wikipedia-Eintrag erzählt wird (57). Anscheinend tobte in ihrem Lager eine Seuche, obwohl die Deutschen sich nach Kräften bemühten, sie zu kontrollieren. Sie wurde bald sehr krank, meist bettlägerig in der Krankenstation, bevor sie im Frühjahr 1945 etwa sechs Monate nach ihrer Ankunft starb, nachdem sie in ein anderes Lager gebracht worden war. Ich finde es ziemlich seltsam, daß ein junges jüdisches Mädchen, das in Auschwitz schwer erkrankt ist, so viel Zeit in Krankenstationen verbracht haben soll und schließlich dort gestorben sein soll, da man uns ja erzählt, daß der primäre Zweck von Auschwitz und anderen solchen Lagern die effiziente Vernichtung der jüdischen Insassen war.

 

Mitte der 90er Jahre schien die Holocaustleugnungsbewegung an öffentlicher Aufmerksamkeit zu gewinnen, was vermutlich auf die Zweifel zurückzuführen war, die entstanden waren, nachdem offiziell bekannt gemacht wurde, daß die geschätzte Zahl der Todesfälle in Auschwitz um 3 Millionen reduziert worden ist (58).

Ein Beispiel: Die Februarausgabe von Marco Polo, einem japanischen Hochglanzmagazin mit einer Auflage von 250 000 Exemplaren, enthielt einen langen Artikel, in dem erklärt wurde, die Gaskammern von Auschwitz seien ein Propagandaschwindel. Israel und jüdische Aktivistengruppen reagierten schnell und organisierten einen großangelegten Werbeboykott aller Publikationen der Muttergesellschaft, einer der angesehendsten Verlage Japans, die angesichts dieser ernsten Bedrohung schnell einknickte. Alle Exemplare der Ausgaben wurden aus den Verkaufsstellen zurückgerufen, die Mitarbeiter entlassen und die gesamte Zeitschrift wurde bald geschlossen und der Präsident der Muttergesellschaft zum Rücktritt gezwungen.

Bei der Erforschung der Geschichte der Holocaustleugnung bin ich auf dasselbe immer wiederkehrende Muster gestoßen, an dem typischerweise eher Einzelpersonen als Institutionen beteiligt sind. Jemand, hochangesehen und voll im Mainstream, beschließt, das umstrittene Thema zu untersuchen und kommt bald zu Schlußfolgerungen, die stark von der offiziellen Wahrheit der letzten beiden Generationen abweicht. Wie auch immer diese Ansichten publik werden, sofort wird derjenige von den jüdisch dominierten Medien dämonisiert als ein furchtbarer Extremist, vielleicht geistesgestört. Dann wird er von einem ausgehungerten Rudel fanatischer jüdischer Aktivisten unerbittlich verfolgt, was normalerweise zur Zerstörung seiner Karriere führt.

In den frühen 60er Jahren schrieb der Historiker David Hoggan von der Stanford-Universität sein anonymes Manuskript The Myth of the Six Million. Als es jedoch in Umlauf kam und seine Identität bekannt wurde, wurde seine akademische Laufbahn zerstört. Ein Dutzend Jahre später passierte mit dem Elektroingenieur Prof. Arthur Butz etwas in die gleiche Richtung und nur seine akademische Festanstellung bewahrte ihn vor einem ähnlichen Schicksal.

Fred Leuchter galt weithin als einer der führenden amerikanischen Experten für Hinrichtungstechnologien und ein langer Artikel (59) in The Atlantic beschrieb ihn als solchen. In den 80er Jahren wurde Ernst Zündel, ein bekannter kanadischer Holocaustleugner, vor Gericht gestellt, weil er nicht an die Gaskammern von Auschwitz glauben wollte. Einer seiner sachverständigen Zeugen war ein amerikanischer Gefängniswärter mit einiger Erfahrung mit solchen Systemen. Der empfahl die Beteiligung von Leuchter, einen der führenden Persönlichkeiten auf diesem Gebiet. Bald machte sich Leuchter auf nach Polen und untersuchte genauestens die angeblichen Gaskammern. Dann publizierte er den Leuchter-Report (60), in dem er zu der Schlußfolgerung kam, das es sich offenbar um einen Schwindel handelt und daß die Gaskammern unmöglich so funktioniert haben können, wie es die Holocaustforscher immer behauptet haben. Die wilden Attacken, die folgten, kosteten ihn bald seine ganze Geschäftskarriere und zerstörten seine Ehe.

David Irving wurde als der erfolgreichste Historiker des Zweiten Weltkriegs eingestuft. Seine Bücher verkauften sich millionenfach inmitten glänzenden Lobes der besten britischen Zeitungen, als er sich bereit erklärte, als sachverständiger Zeuge im Zündel-Prozeß auszusagen. Zuvor hatte er immer das konventionelle Holocaust-Narrativ akzeptiert, aber die Lektüre des Leuchter-Report änderte seine Meinung und er kam zu dem Schluß, daß die Gaskammern von Auschwitz nur ein Mythos waren. Schnell wurde er unerbittlichen Medienattacken ausgesetzt, die zunächst seine blühende Karriere als Autor schwer beschädigten und schließlich zerstörten (61). Später verbüßte er sogar einige Zeit in einem österreichischen Gefängnis wegen seiner nicht akzeptablen Ansichten.

Dr. Germar Rudolf [hier irrt Unz; Rudolf hatte seine Doktorarbeit beendet, doch sie wurde aus den hier behandelten Gründen nicht angenommen,SP] war ein erfolgreicher junger deutscher Chemiker, der am renommierten Max-Planck-Institut arbeitete, als er von der Kontroverse bezüglich des Leuchter-Report hörte, den er einigermaßen überzeugend fand, wenn auch mit einigen Schwächen. Daher wiederholte er die Analyse mit mehr Gründlichkeit und veröffentlichte die Ergebnisse als Chemistry of Auschwitz (62), die zu denselben Schlußfolgerungen wie Leuchter kam. Und genau wie Leuchter vor ihm erlitt Rudolf die Zerstörung seiner Karriere und seiner Ehe und da Deutschland diese Angelegenheiten härter behandelt, verbüßte er schließlich wegen seiner wissenschaftlichen Unverschämtheit fünf Jahre im Gefängnis.

Erst kürzlich erlitt Dr. Nicholas Kollerstrom, der elf Jahre als Wissenschaftshistoriker am University College in London, angestellt war, dasselbe Schicksal im Jahre 2008. Sein wissenschaftliches Interesse am Holocaust rief eine mediale Verunglimpfungsorgie hervor, er wurde von einem Tag auf den anderen gefeuert und wurde so zum ersten Mitglied seiner Forschungseinrichtung, das je aus ideologischen Gründen rausgeworfen wurde. Er hatte vorher für eine riesige biographische Enzyklopädie über Astronomen den Eintrag über Isaac Newton beigesteuert, und Amerikas renommiertestes Wissenschaftsjournal ließ das gesamte Werk einstampfen. So wurde die Arbeit von mehr als hundert Autoren zerstört, weil es unrettbar befleckt worden war durch einen derart schändlichen Beiträger. Er erzählte diese für ihn unglückliche Geschichte als Einführung zu seinem Buch aus 2014, Breaking the Spell (63), das ich wärmstens empfehle.

Kollerstroms Text faßt einen Großteil der neueren Beweise für die Leugnung des Holocaust zusammen, einschließlich der offiziellen Totenbücher von Auschwitz, die Gorbatschow nach dem Ende des Kalten Krieges zurückgegeben hat. Welche zeigen, daß die jüdischen Todesfälle etwa um 99% niedriger waren als die weithin geglaubte Gesamtzahl. Darüber hinaus zeigten die jüdischen Todesfälle tatsächlich einen starken Rückgang, sobald reichlich Zyklon B verfügbar war, also genau das Gegenteil, was gemäß der konventionellen Darstellung zu erwarten gewesen wäre. Er erörtert auch die interessanten neue Beweise, die aus den britischen Entschlüsselungen der gesamten Kommunikation hervorgehen, die während des Krieges zwischen den verschiedenen Konzentrationslagern und dem Berliner Hauptquartier geführt wurde. Ein Großteil des Materials wird in einem interessanten zweistündigen Interview auf Red Ice Radio präsentiert, das bequem auf youtube verfügbar ist. [heute gelöscht]

Das Leben und die Karriere einer sehr großen Anzahl anderer Leute sind nach dem gleichen Muster abgelaufen, was in weiten Teilen Europas mit strafrechtlicher Verfolgung und Gefängnis endet. Höchst bemerkenswert: Eine deutsche Anwältin, die in ihren juristischen Argumenten etwas zu kühn geworden war, folgte ihrem Mandanten alsbald ins Gefängnis. Das machte es für der Holocaustleugnung Beschuldigten immer schwieriger, eine wirksame rechtliche Vertretung zu finden. Nach Schätzungen von Kollerstrom verbüßen derzeit viele Tausend Menschen in ganz Europa Haftstrafen wegen Holocaustleugnung.

Mein Eindruck ist, daß die alten Ostblockländer Ende der 60er Jahre größtenteils aufgehört hatten, Menschen einzusperren, nur weil sie die marxistisch-leninistischen Dogmen bezweifelt haben und sie haben in der Folge ihre politischen Gefängnisse denen vorbehalten, die sich aktiv gegen das Regime organisiert hatten. Demgegenüber werden Holocaustleugner heute weitaus rauher behandelt. Ein klarer Unterschied besteht darin, daß der tatsächliche Glaube an die kommunistische Doktrin sogar in der kommunistischen Führung zu fast nichts geschmolzen ist, während die Holocaustreligion ein junger und in tiefer Verwurzelung gehaltener Glaube ist, zumindestens innerhalb eines kleinen Teils der Bevölkerung, der einen enorm unverhältnismäßigen Einfluß auf unsere öffentlichen Institutionen ausübt.

Ein weiterer offensichtlicher Faktor sind die vielen Milliarden Dollar, die derzeit auf dem Spiel stehen, was Finkelstein treffend als „Holocaust-Industry“ bezeichnet hat. Zum Beispiel werden jetzt potentiell enorme neue Ansprüche gegen Polen (64) gestellt wegen jüdischem Eigentum, das während des Zweiten Weltkriegs verloren gegangen oder beschlagnahmt worden war.

In Amerika ist die Situation etwas anders, und unser First Amendment schützt Holocaustleugner vor Inhaftierung, obwohl die Bemühungen von ADL und verschiedener anderer Gruppen, „Hassreden“ zu kriminalisieren, eindeutig darauf abzielen, dieses Hindernis irgendwann zu beseitigen. Aber bis das geschehen ist, werden häufig lähmende soziale und wirtschaftliche Sanktionen eingesetzt, um dieselben Ziele zu verfolgen.

Darüber hinaus wurden verschiedene Internet-Monopole nach und nach davon überzeugt oder sie entschieden von sich aus, die einfache Verbreitung abweichender Informationen zu verhindern. In den letzten Jahren gab es in den Medien Berichte, daß Google seine Holocaust-Suchergebnisse zensiert oder von denen wegleitet, die das offizielle Narrativ bestreiten. Noch bedrohlicher ist, daß Amazon, unser derzeit fast monopolistischer Buchhändler, im vergangenen Jahr den beispiellosen Schritt unternommen hat, Tausende von Büchern, in denen der Holocaust geleugnet wird, aus dem Angebot zu nehmen. Vermutlich, damit neugierige Leser nicht verwirrt werden. Zum Glück hatte ich meine Bücher ein paar Jahre vorher gekauft. Diese Parallelen zu George Orwells 1984 sind wirklich bemerkenswert, und der „Iron Curtain Over America“, vor dem Beaty in seinem 1951 erschienenen Buch mit diesem Titel gewarnt hatte, scheint langsam der Wirklichkeit sehr nahe zu kommen.

Verschiedene Persönlichkeiten aus der Holocaustleugner-Szene, haben versucht, dieser Zensur entgegenzuwirken. Germar Rudolf hat vor einiger Zeit eine website Holocausthandbooks.com eingerichtet, auf der eine große Zahl der wichtigsten Bücher gekauft oder online in unterschiedlichen Formaten gelesen werden können. Die zunehmende Zensur durch Amazon, Google und andere Internetmonopole verringert jedoch die Wahrscheinlichkeit, daß jemand diese Informationen leicht findet.

 

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Offenbar würden die meisten Unterstützer des Holocaust-Narrativs es vorziehen, ihre Schlachten auf dem Spielfeld der Analyse zu gewinnen, anstatt wirtschaftliche und administrative Mittel einzusetzen, um ihre Gegner außer Gefecht zu setzen. Ich habe jedoch kaum Anhaltspunkte dafür sehen können, daß sie in dieser Hinsicht wirkliche Erfolge erzielt haben.

Abgesehen von der verschiedenen Büchern von Lipstadt, die ich schlecht und wenig überzeugend fand, scheint Michael Shermer, der Herausgeber der Zeitschrift Skeptic, einer der energischsten Anhänger des Holocaust in den letzten Jahrzehnten gewesen zu sein. Seine Abschlüsse hat er in Psychologie und Wissenschaftsgeschichte gemacht.

1997 veröffentlichte er Why People Believe Weird Things, mit dem Ziel, alle möglichen irrationalen Überzeugungen zu entlarven, die in bestimmten Kreisen populär sind. Der Untertitel des Buches beschreibt sie als “Pseudowissenschaft“ und „Aberglaube“. Im Umschlagtext konzentriert er sich auf Ufos, Entführungen durch Außerirdische und Hexerei, aber die Widerlegung der Holocaustleugnung war der größte Teil des Buches und umfaßt drei vollständige Kapitel. Seine Behandlung des letztgenannten Themas war eher oberflächlich und er untergrub wahrscheinlich seine Glaubwürdigkeit, indem er es mit seiner Entlarvung der wissenschaftlichen Realität der Rasse als ähnlichen rechtsgerichteten Irrtum verknüpfte, der von Mainstream-Wissenschaftlern längst widerlegt sei. In bezug auf das letztere Thema argumentierte er weiter, daß die angeblichen schwarz-weiß Unterschiede, die in Werken wie The Bell Curve von Richard Herrnstein und Charles Murray behauptet wurden, völliger pseudowissenschaftlicher Unsinn seien. Er betonte, daß dieses Buch und andere von denselben pro-Nazi-Kreisen beworben wurden, die Holocaustleugnung befürworteten, womit diese beiden bösartigen Lehren eng miteinander verbunden waren. Shermer hatte den Harvard-Professor Stephen Jay Gould angeworben, das Vorwort für sein Buch zu schreiben. Das wirft ernsthafte Fragen zu seinem Wissen und zu seinem Urteilsvermögen auf, da Gould allgemein als einer der berüchtigsten wissenschaftlichen Betrüger des späten 20. Jahrhundert angesehen wird.

Im Jahr 2000 kam Shermer zurück in den Ring und veröffentlichte Denying History, das sich ganz auf die Widerlegung der Holocaust-Leugnung konzentrierte. Dieses Mal rekrutierte er den Holocaustforscher Alex Grobman als seinen Co-Autor und zeigte sich erkenntlich für die großzügige finanzielle Unterstützung, die es von verschiedenen jüdischen Organisationen erhalten hatte. Ein großer Teil des Buches schien sich auf die Psychologie und Soziologie der Holocaustleugner zu konzentrieren. So wurde versucht, zu erklären, warum Menschen an solch einen offensichtlichen absurden Unsinn glauben können. Tatsächlich widmete er diesen Themen so breiten Raum, daß er gezwungen war, die offizielle Reduzierung der Opferzahlen von Auschwitz um 3 Millionen nur wenige Jahre zuvor mit keinem Wort zu erwähnen. Auf diese Weise vermied er es, erklären zu müssen, warum diese deutliche Reduzierung keinen Einfluß auf die kanonische Holocaustzahl von 6 Millionen hatte.

 

Obwohl verschiedene Autoren wie Shermer durch großzügige finanzielle Unterstützung ermutigt wurden, sich selbst zu Narren zu machen, haben ihre gewalttätigeren Verbündeten am äußersten Rand wahrscheinlich einen größeren Einfluß auf die Holocaustdebatte gehabt. Obwohl gerichtliche und wirtschaftliche Sanktionen die überwiegende Mehrheit der Holocaustleugner davon abhalten dürften, ihr Gesicht zu zeigen, wurde häufig auch außergesetzliche Gewalt gegen jene harten Seelen eingesetzt, die unbeirrt blieben.

In den 1980er Jahren wurden bespielsweise die Büros und die Lagerräume des Institute for Historical Review (IHR) in Südkalifornien von jüdischen Militanten bombardiert und vollständig zerstört. Eigentlich kennt Kanada traditionell nur wenig politische Gewalt, aber 1995 wurde das große baufällige Haus, das Kanadas Ernst Zündel, einem der weltweit führenden Verleger und Vertreiber von Literatur zur Holocaustleugnung, als Wohn- und Geschäftshaus diente, in ähnlicher Weise bombardiert und bis auf die Grundmauern abgebrannt. Zündel hatte bereits mehrere strafrechtliche Verfolgungen wegen der Verbreitung „falscher Nachrichten“ hinter sich und war einige Jahre im Gefängnis, bevor er in seine Heimat Deutschland abgeschoben wurde, wo er zusätzliche Haft-strafen [5 Jahre] verbüßte. Verschiedene andere bekannte Holo-caustleugner haben sogar Morddrohungen erhalten.

Die meisten Historiker und andere akademische Gelehrte sind ruhige Seelen, und die erkennbare Bedrohung durch derart schwerwiegende terroristische Gewalt muß viele davon abgehalten haben, sich auf solch offensichtlich kontroverse Themen einzulassen. Mittlerweile kann der unerbittliche finanzielle und soziale Druck sowohl Einzelpersonen wie auch Organisationen allmählich zermürben, was dazu führt, daß sie entweder die Thematik aufgeben oder weit weniger aktiv werden, wobei ihre Plätze manchmal von Newcomer eingenommen werden.

Im Jahr nach 9/11 stellte das Journal of Historical Review (JHR) die gedruckte Veröffentlichung ein. Das Wachstum des Internets war wahrscheinlich ein wichtiger Faktor, und da sich der nationale Fokus so stark auf die Außenpolitik und Middle East verlagerte, wurde die Mutterorganisation IHR viel weniger aktiv, während sich ein Großteil der laufenden Debatte über Revisionismus und Holocaustleugnung auf verschiedenen anderen Internet-Auftritten geführt wurde. Aber irgendwann im Laufe der Jahre hat das JHR viele Hunderte seiner Artikel digitalisiert und auf seiner website gestellt. Damit waren über drei Millionen Wörter mit im allgemeinen hochwertigen geschichtswissen-schaftlichen Texten online verfügbar.

In den letzten Monaten war ich immer wieder überrascht zu entdecken, daß die Historiker aus dem Umfeld des IHR vor langer Zeit Artikel zu Themen veröffentlicht hatten, zu denen auch ich geschrieben hatte. Nachdem ich zum Beispiel einen Artikel über die Suwarow-Hypothese (67) veröffentlicht hatte, wonach der deutsche Barbarossa-Feldzug Stalins geplanten Angriff und die Eroberung Europas verhindert hatte, teilte mir jemand mit, daß ein Rezensent das gleiche Suwarow-Buch zwanzig Jahre zuvor in einem ausführlichen Artikel in einer Ausgabe der JHR diskutiert hatte (68). Ich entdeckte auch mehrere Texte des CIA-Überläufers Victor Marchetti (69), einer wichtigen Quelle für die Forschung über das Attentat auf JFK, die in den Mainstream-Medien wenig Beachtung gefunden hatte. Es gab auch Artikel über das Verhängnis des israelischen Angriffs auf die USS-Liberty (70), ein Thema, das von den Mainstream-Medien fast vollständig ausgeschlossen ist.

Beim gelegentlichen Stöbern in den Archiven war ich ziemlich beeindruckt von ihrer Qualität, und da die Archive für jedermann ohne copyright frei verfügbar waren, habe ich sie aufgenommen und habe so Millionen von Wörtern von revisionistischen Texten und solchen zum Thema Holocaustleugnung für interessierte Leser viel bequemer verfügbar gemacht. Das Material ist gut sortiert und auch nach Autor, Thema und Zeitraum geordnet. Nachfolgend sind einige links als Beispiel aufgeführt

Das Journal of Historical Review, Ausgaben von 1980 – 2002 (71)

Autoren-Archiv:

    • David Irving – 11 Artikel (72)
    • Arthur R. Butz – 15 Artikel (73)
    • Robert Faurisson – 47 Artikel (74)
    • James J. Martin – 13 Artikel (75)
    • Percy L. Greaves,Jr. – 8 Artikel (76)

Themen-Archiv:

    • Holocaust – 306 Artikel (77)
    • Zweiter Weltkrieg – 201 Artikel (78)
    • Pearl Harbour – 15 Artikel (79)
    • USS Liberty – 3 Artikel (80)

Für diejenigen, die besonders an Holocaustleugnung interessiert sind, stehen jetzt gut über eine Million Wörter zu diesem Thema bequem zur Verfügung, darunter die Werke vieler Autoren, die einst von den frühen Herausgebern des Reason – Magazins so hoch geschätzt waren.

Holocaustleugnung im Geheimen

Die stetig wachsende wirtschaftliche und politische Macht organisierter jüdischer Gruppen, unterstützt von Hollywoods Imagebildung, hat am Ende den sichtbaren Krieg gewonnen und hat die Holocaustleugnungsbewegung in der öffentlichen Arena zerschmettert. Sie haben ein bestimmtes historisches Narrativ durch strafrechtliche Verfolgungen in Europa und strenge soziale und wirtschaftliche Sanktionen in Amerika durchgesetzt. Es gibt jedoch immer noch einen hartnäckigen unterirdischen Widerstand, dessen Größe schwer einzuschätzen ist.

Obwohl mein Interesse am Holocaust immer eher gering gewesen ist, als erst einmal das Internet entstanden war und mein Freundes- und Bekanntenkreis stark erweitert wurde, kam das Thema immer mal wieder auf. Im Laufe der Jahre ließ eine beträchtliche Anzahl von vernünftig wirkenden Leuten bei der einen oder anderen Gelegenheit ihre extreme Skepsis gegenüber verschiedenen Elementen des kanonischen Holocaustnarrativs deutlich werden. Solche Zweifel scheinen nur die Spitze des Eisbergs zu sein.

Hin und wieder sprach jemand aus dieser Kategorie etwas zu frei oder wurde zum Ziel von Vergeltungsmaßnahmen und für unsere Medien war es ein gefundenes Fressen von Anklagen und Gegenanklagen wegen Holocaustleugnung.

Zum Beispiel: während der Amtsenthebungsschlachten Ende der 90er Jahre glaubten die Parteigenossen Clintons, daß der prominente liberale Experte [pundit] Christopher Hitchens das persönliche Vertrauen des Präsidentenberaters Sidney Blumenthal verraten hatte. Daraufhin beschloß der Journalist Edward Jay Epstein, ihn mit gleicher Münze zu rächen und verbreitete ein Memo weithin an die Medien, in dem er Hitchens beschuldigte, ein heimlicher Holocaustleugner zu sein. Er behauptete, Hitchen habe bei einem Abendessen anläßlich einer Jubiläumsfeier des New Yorker-Magazins etwas zuviel Wein getrunken und seinen Tischnachbarn ausgeführt, daß der Holocaust nichts als ein Schwindel sei. Epstein untermauerte seine Behauptung, indem er sagte, er sei über solche Aussagen so schockiert gewesen, daß er sie in sein Tagebuch eingetragen habe. Dieses aufschlußreiche Detail und die Tatsache, daß die Erinnerungen der meisten anderen Zeugen nur sehr vage waren, überzeugten mich davon, daß Epstein wahrscheinlich die Wahrheit sagte. Eine erbitterte Fehde zwischens Hitchens und Epstein brach bald aus.

2005 prangerte Hitchens verschiedene Gegner von Bushs Irakkrieg als Antisemiten an, und als Vergeltung veröffentlichte Alexander Cockburn ein paar (81) Kolumnen im Magazin Counterpunch (82), um die Kontroverse von 1999 wiederzubeleben. Bei dieser Gelegenheit bin ich erstmals auf sie aufmerksam geworden. Als regelmäßiger Leser von Counterpunch war ich fasziniert, googelte ein bißchen und fand schnell Medienberichte über Epsteins deutliche Anschuldigungen. Zahlreiche Berichte über den Vorfall sind noch im Internet erhalten, darunter einer aus den New York Daily News(83) sowie ein Teil eines MSNBC-Artikels (84), und obwohl einige der umfangreicheren Berichte in den letzten dutzend Jahren verschwunden sind, wurde der Text, den ich meine, 2005 gelesen zu haben, auf den statischen HTML-Seiten mehrerer websites beibehalten (85):

Epstein erzählte MSNBC, daß Hitchens sich am 12.Februar 1995 – tatsächlich vor vier Jahren – über den Holocaust falsche Dinge gesagt hatte, als die beiden mit einigen anderen Freunden in New York diniert haben.

Epstein war so schockiert, sagt er, und hielt Hitchens Zweifel für so schwerwiegend, daß er nach Hause ging und sie in sein Tagebuch schrieb!

Im Epsteins Tagebuch heißt es: „ Als ob er in einer Telefonzelle säße, und frei seinen kostenlosen Rotwein schlürfte, stellte er eine Theorie auf, die aufschlußreicher war als alles, was im Hudson-Theater gespielt wird. Seine These, alle am Tisch waren schockiert, war, daß der Holocaust eine Fiktion sei, die durch eine Verschwörung erfunden wurde, mit dem Ziel, die deutsche Nation zu kriminalisieren.

„Er erklärte, daß niemals Beweise für einen deutschen Massenmord gefunden worden seien – und die grausigen Artefakte, die gefunden worden seien, seien nachträglich hergestellt worden.“ vertraute Epstein seinem Tagebuch an.

„Was ist mit den Zeugenaussagen der Nazi-Generäle in Nürnberg über die Todeslager,“ fragte er.

Hitchens, laut Epsteins Tagebucheintrag, erklärte, „… ohne mit der Wimper zu zucken, daß solche Geständnisse unter anglo-amerikanischer Folter erhalten wurden.“

[Hitchens, according to the Epstein diary notation, explained “….without missing a beat, that such admissions were obtained under Anglo-American torture.”]

Epstein fragte dann laut seinem Tagebuch: „Aber was ist mit den Juden in Europa geschehen? – Hitch zuckte mit den Achseln und sagte, viele wurden von einheimischen Dorfbewohnern getötet, als sie wegliefen, andere starben auf natürliche Weise und der Rest schaffte es nach Israel.“

 

Nachdem ich diese interessanten Kolumnen gelesen hatte, bemerkte ich, daß Cockburn manchmal selbst Hinweise gab, die vermuten ließen, daß seine persönliche Meinung zum Holocaust ein wenig ketzerisch sein könnte, einschließlich seiner kryptischen Bermerkungen, daß riesige Schwindel tatsächlich viel einfacher in die Welt zu setzen und am Leben zu erhalten seien, als die meisten Menschen realisierten.

Nur wenige Monate nach seinem Angriff auf Hitchens veröffentlichte Cockburn einen Artikel, in dem er nachdrücklich darlegte, daß der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, der berühmteste aller Holocaust-überlebenden, einfach ein Betrüger war (86). Mir war immer beigebracht worden, daß Zyklon B das tödlich wirkende Gas erzeugt hat, mit dem die Nazis die Juden ausrotteten und ich hatte kaum eine Ahnung davon, daß Holocaustleugner absurderweise behaupteten, die Verbindung sei stattdessen als Entlausungsmittel in den Lagern eingesetzt worden, mit dem Ziel, die Ausbreitung von Typhus zu verhindern; aber dann im folgenden Jahr war ich schockiert, als ich in einer von Cockburns Kolumnen (87) entdeckte, daß die US-Regierung selbst Zyklon B jahrzehntelang als Entlausungsmittel eingesetzt hatte für Immigranten, die an der Grenze zu Mexiko einreisten. Ich erinnere mich an einige andere Kolumnen um 2005 herum, die sich mit Holocaustthemen befaßten, aber irgendwie kann ich sie in den Counterpunch-Archiven nicht mehr finden.

ORDER IT NOW

Meine wachsende Erkenntnis vor etwa 15 Jahren, daß eine beträchtliche Anzahl sachkundiger Personen heimliche Anhänger der Holocaustleugnung zu sein scheinen, veränderte mit Sicherheit meine eigenen nicht in Frage gestellten Annahmen zu diesem Thema. Hin und wieder in den Zeitungen zu lesen, wie ein Holocaustleugner von den Medien entdeckt und zerstört wurde, erklärte leicht, warum die öffentlich wahrnehmbaren Positionen zu diesem Thema so einheitlich ausgerichtet waren. Ich war mit anderen Dingen beschäftigt, so daß ich glaube, noch niemals mit jemandem ein Gespräch über das umstrittene Thema geführt zu haben, ja noch nicht mal einen email-Wechsel. Aber ich habe Augen und Ohren offen gehalten ich hatte mit Sicherheit schon schwere Zweifel, Jahre bevor ich mit das erste Buch zum Thema reingequält habe.

Mittlerweile spielte der zeitgleiche Zusammenbruch meines Glaubens in unsere offiziellen American Pravda-Narrative (88) bei so vielen anderen umstrittenen Themen eine ebenso bedeutende Rolle. Als ich erstmal zu meiner Bestürzung realisiert hatte, daß ich von dem, was unsere Medien und politischen Führer über die bedeutenden Geschehnisse hier und heute sagen, kein Wort mehr glauben konnte, verschwand ihre Glaubwürdigkeit bei umstrittenen Ereignissen, die so lange her und so weit weg waren, vollständig. Aus diesen Gründen war ich ziemlich mißtrauisch geworden und paßte gut auf, wenn es um den Holocaust ging, als ich schließlich begann, im Kielwasser der Kontroverse im Reason-Magazin Bücher zu beiden Seiten der Streitfrage zu lesen.

Die Zukunft der Holocaustleugnung

Es scheint, daß viele Jahre lang nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sehr wenig über das bedeutende Thema geschrieben wurde, das heute als der Holocaust bekannt ist. Aber seit den 60er Jahren brandete das Interesse derart gewaltig auf, daß viele tausende oder sogar zehntausende Texte zu dem einstmals ignorierten Thema produziert wurden. Darum sind die 15 oder 20 Bücher, die ich selber gelesen habe, nur ein winziger Bruchteil des Ganzen.

Ich habe nur ein paar Wochen lang gelesen und geforscht, um dieses große und komplexe Thema zu studieren und meine Kenntnisse sind offensichtlich klein im Vergleich zu denen der beträchtlichen Zahl von Leuten, die viele Jahre oder Jahrzehnte ihres Lebens diesem Thema gewidmet haben. Aus diesen Gründen muß die Analyse, die ich oben präsentiert habe, mit Sicherheit viele gravierende Fehler enthalten, die andere leicht korrigieren könnten. Aber manchmal kriegt ein Anfänger Dinge mit, die den tief im Thema drinsteckenden Profis gar nicht mehr auffallen. Und vielleicht versteht er auch die Perspektive derer besser, die sich ebenfalls nie viel um das Thema gekümmert haben.

Alle Schlußfolgerungen, die ich gezogen habe, sind offensichtlich vorläufige, und das Gewicht, das ihnen beigemessen wird, muß unbedingt meinen strikten Amateurstatus bedenken. Wie auch immer, als ein Außenseiter, der dieses strittige Thema erkundet hat, denke ich, daß es viel wahrscheinlicher ist als nicht, daß das Standardnarrativ über den Holocaust mindestens im wesentlichen falsch ist, und, gut möglich, sogar vollständig.

Trotz dieser Situation hat die mächtige mediale Fokussierung auf den Holocaust in den letzten Jahrzehnten das Ereignis auf eine zentrale Position in der westlichen Kultur gehoben. Ich wäre nicht erstaunt,wenn er heutzutage in den Köpfen der meisten gewöhnlichen Leute einen größeren Platz einnimmt als der Zweite Weltkrieg, der den Holocaust umgab, der deswegen eine größere scheinbare Wirklichkeit besitzt [therefore possesses greater apparent reality].

Wie auch immer, einige Formen von Glauben sind vielleicht eine Meile weit, aber nur ein paar Zentimeter tief und die zufälligen Annahmen von Leuten, die ein gegebenes Thema nie wirklich erforscht haben, können sich sehr schnell ändern. Auch kann die massenwirksame Strenge der Dogmen, die lange durch ernsthafte soziale und wirtschaftliche Sanktionen, oft kriminell ausgeführt, aufrecht erhalten wurde, vielleicht weit schwächer sein, als man sich vorstellen kann.

Bis vor dreißig Jahren schien die kommunistische Herrschaft über die UdSSR und seine Verbündeten im Warschauer Pakt absolut beständig und gefestigt, aber die Wurzeln dieses Glaubens waren bereits total verrottet. Übrig war nichts als eine hohle Fassade. Eines schönen Tages kam ein kräftiger Wind auf und das ganze gigantische Gebäude krachte zusammen. Es würde mich nicht wundern, wenn unser gegenwärtiges Holocaustnarrativ irgendwann das gleiche Schicksal erleidet, möglicherweise mit unglücklichen Konsequenzen für diejenigen, die allzu eifrig mitgeholfen haben, es aufrecht zu erhalten.

 
The American Pravda Series
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